Veranstaltungsprogramm 2020

KABINETTAUSSTELLUNG 2020

Ausstellung »BilderBuchKunst der Gegenwart«
Exponate aus der Neuen Sammlung von Friedrich C. Heller

24.–26. Januar 2020 auf der Antiquariatsmesse Stuttgart
Samstag, 25. Januar, 18.30 Uhr: Ausstellungseröffnung mit Vortrag von Prof. Heller

Friedrich C. Heller, vielen Bibliophilen und Händlern als Sammler und Autor bekannt, widmet sich in seiner Neuen Sammlung der internationalen Bilderbuchkunst. In Stuttgart werden ausgesuchte Beispiele vorgestellt, die den buchkünstlerichen Charakter dieser einzigartigen Sammlung besonders herausstellen; Auflagendrucke, Pressendrucke oder Unikate.
Die Ausstellung bietet damit einen Einblick in eine bedeutende und ungewöhnlich vielfältige Privatsammlung auf dem Gebiet der Buchkunst.
Alle Informationen zur Ausstellung und ein Interview mit Prof. Heller finden Sie in Kürze hier.

 

Neues Format: »Das Rote Sofa« – Buchgespräche auf der Messe (Sa & So)

Jedes Buch hat seine Geschichte. Händler und Sammler von Büchern und Arbeiten auf Papier teilen oft gleichermaßen die Liebe zur Literatur, zum Buch als Objekt, zur Buch- und Kunstgeschichte oder interessanten Provenienzen.
Das neue Format »Das Rote Sofa« eröffnet in Gesprächen zwischen Antiquaren, Sammlern und Autoren vielseitige Einblicke in die faszinierende Welt wertvoller Bücher, Autographen, Graphik und illustrierter Werke.


Hölderlin2020 – Das Deutsche Literaturarchiv Marbach auf der Antiquariatsmesse Stuttgart

»Poesie feiern – Hölderlin (und Celan) im Jubiläumsjahr 2020«

Samstag, 25. Januar, 12 Uhr, »Das Rote Sofa«

2020 wird Friedrich Hölderlins 250. Geburtstag gefeiert. Wie kaum ein anderer Dichter hat er die deutsche Sprache bereichert. Begeistert von den Idealen der Französischen Revolution, tief verbunden mit der Antike und voller Sehnsucht nach inniger Verbundenheit von Mensch und Natur, weist er zugleich den Weg in die Moderne. Hölderlins Werk und seine Wirkung hatten ihren Ausgangspunkt in Württemberg. Die Hölderlin-Gesellschaft Tübingen, die Württembergische Landesbibliothek in Stuttgart und das Deutsche Literaturarchiv Marbach pflegen das Vermächtnis des überragenden Sprachkünstlers.

In Marbach wird im Jubiläumsjahr die Ausstellung »Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie« gezeigt; auch Paul Celans Lyrik wäre ohne den Einfluss Hölderlins eine andere. Sein Geburtstag jährt sich 2020 zum 100. Mal. Die Württembergische Landesbibliothek zeigt in ihrer Ausstellung »Aufbrüche – Abbrüche« die schönsten Schätze aus Hölderlins Nachlass. Das mutmaßliche Geburtshaus in Lauffen wird erstmals zugänglich und der Hölderlinturm in Tübingen erhält eine neue Dauerausstellung. Die Antiquariatsmesse Stuttgart wird Hölderlin und Celan mit einer Vielzahl bibliophiler Kostbarkeiten feiern. 

Dr. Jan Bürger und Dr. Thomas Schmidt diskutieren mit Angelika Elstner über Hölderlins und Celans Drucke, ihre unverminderte Inspirationskraft und das Jubiläumsjahr 2020. 

Dr. Jan Bürger, Literaturwissenschaftler und Schriftsteller. Seit 2002 am Deutschen Literaturarchiv Marbach: Leiter des Siegfried Unseld Archivs, zugleich stv. Leiter der Abteilung Archiv und verantwortlich für das literarische Programm. 2013 erschien sein Longseller »Der Neckar. Eine literarische Reise«.

Dr. Thomas Schmidt, Literaturwissenschaftler und Kurator. Seit 2006 am Deutschen Literaturarchiv Marbach: Leiter der Arbeitsstelle für literarische Museen in Baden-Württemberg, Koordinator des Hölderlinjahres 2020 sowie federführender Kurator des Hölderlinturms Tübingen

 

Internationale BilderBuchKunst der Gegenwart Die kreative Verbindung von Buch und Kunst

Samstag, 25. Januar, 15 Uhr, »Das Rote Sofa«

Friedrich C. Heller, Buchliebhaber und passionierter Sammler unter anderem von künstlerischen Bilderbüchern, stellt 2020 eine Auswahl aus seiner Sammlung während der Antiquariatsmesse Stuttgart in der Ausstellung »Internationale BilderBuchKunst der Gegenwart« erstmals einem größeren Publikum vor. Nur selten wird die Verbindung zwischen Buch und Kunst so deutlich wie in diesem Genre der Buchgestaltung. Die Betrachter, ob Kinder oder Erwachsene, werden mit vielseitigsten, künstlerischen Mitteln in den Bann gezogen; ein idealer Kontrapunkt zum digitalen Zeitalter.

Sabine Keune, seit vielen Jahren maßgeblich am Aufbau dieser einzigartigen Sammlung beteiligt, im Gespräch mit Friedrich C. Heller über die Faszination des Objekts »Buch«, herausragende Buchgestalter und die künstlerische Kreativität, die die Künstlerbilderbücher so unverwechselbar macht.


»Au Pont de l’Europe«
– Ein Ausstellungsstück aus Stuttgart schreibt Geschichte

Sonntag, 26. Januar, 12 Uhr, »Das Rote Sofa« 

Die »Librairie Au Pont de l’Europe« in der Pariser Rue Vignon 17 war von 1933 bis 1940 ein Zufluchtsort für die aus Nazi-Deutschland emigrierten Künstler und Literaten. Namen wie Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger, André Gide, Heinrich und Klaus Mann, Anna Seghers, Robert Musil, Marlene Dietrich oder Gertrude Stein zeugen von der bewegten Geschichte einer Buchhandlung, die nicht nur in ihrem Namen eine Brücke zwischen den Nationen schlug. Nach ihrer Schließung im Jahr 1940 und der Flucht ihres Begründers Ferdinand Ostertag erinnerte nur noch das Gästebuch an »Au Pont de l’Europe«. Vor über 20 Jahren hat es Herbert Blank in Stuttgart erworben. Gemeinsam mit seiner Frau Inge Thöns (1940–2014) rekonstruierte er die Geschichte hinter dem Gästebuch, folgte den Spuren Ferdinand Ostertags und seiner Kunden ins Exil und schrieb so selbst ein Stück deutscher Literatur- und Buchhandelsgeschichte (erschienen 2018 im Wallstein Verlag).

Herbert Blank, zum 50. Mal Aussteller auf der Antiquariatsmesse Stuttgart, im Gespräch mit Barbara van Benthem über »Au Pont de l’Europe« und die Faszination, die von seltenen Büchern und Handschriften ausgeht – so sehr, dass ein Antiquar bis über das 90. Lebensjahr hinaus nicht genug davon haben kann.


»Bookstagram« und die Beständigkeit von Papier – Die Verleihung des #sammlerpreis2020 

 Sonntag, 26. Januar, 15 Uhr, »Das Rote Sofa«

Erstmalig in diesem Jahr verleiht der Verband Deutscher Antiquare in Kooperation mit der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst und der Zeitschrift Aus dem Antiquariat einen mit 1000 € dotierten Preis für junge Sammlerinnen oder Sammler.

Das gedruckte Buch, Graphik, Autographen, Arbeiten auf Papier haben auch im Zeitalter der sozialen Medien nicht an Reiz verloren. Im Gegenteil, insbesondere Instagram oder Pinterest, schaffen neue Möglichkeiten, der Liebe zum Buch und zum Gedruckten Ausdruck zu verleihen und die eigenen Stücke oder Käufe zu präsentieren.

Antiquarische Bücher und junge Menschen sind kein Widerspruch. Für eine jüngere Generation gehören soziale Medien zum Alltag. Dennoch schätzt die Generation der »Millenials« das Analoge und den Aspekt der Nachhaltigkeit; in diversen Branchen ist dies seit längerer Zeit sichtbar, auch im Kunst- und Antiquariatsbuchhandel.

Was sammelt die nächste Generation? Wie lassen sich unsere Welten verbinden? Schließen sie einander aus oder sind soziale Medien gerade eine Möglichkeit die Schönheit von Buch, Schrift, Bild, Fotografie zu zeigen? Diese Fragen stellte sich der Verband Deutscher Antiquare und rief 2019 zum ersten Mal einen Preis für junge Sammlerinnen und Sammler (bis zum 35. Lebensjahr) aus, der am 26. Januar 2020 auf der Antiquariatsmesse Stuttgart verliehen wird.

Angelika Elstner im Gespräch mit dem Preisträger 2020. 

Alle Informationen zum Sammlerpreis → hier.

 

Messerundgänge & Demonstrationen

Kultur.LIVE – Führungen über die Antiquariatsmesse

Samstag, 25. und Sonntag, 26. Januar, 14 Uhr, Informationsstand des Verbandes Deutscher Antiquare e.V.

Führungen über die Messe für interessierte Besucher. Die Aussteller zeigen ihre bemerkenswertesten Exponate und schönsten Stücke, bei denen mancher Büchersammler sagen wird: DAS muss ich haben!

Kultur.JUGEND – Führungen für Schüler und Studenten

Samstag, 25. Januar, 16 Uhr, Informationsstand des Verbandes Deutscher Antiquare e.V.

Seit vielen Jahren bietet der Verband Deutscher Antiquare Studenten der Hochschule der Medien eine Führung über die Messe, an der sich weitere Studenten und Schüler sehr gern beteiligen dürfen. Weitere Führungen sind nach Absprache gern möglich. Bitte wenden Sie sich hierfür im Vorfeld der Messe an: →buch[at]antiquare[dot]de

Die Kunst handgefertigter Buntpapiere

Freitag bis Sonntag, 24. bis 26. Januar, Stand 41

Als Einbandbezug und Vorsatzpapier, als Auskleidung für Schuber und Schatullen zählt Buntpapier zu den unaufgeregten, fast heimlichen, dennoch liebenswertesten Freuden der Bibliophilen. Vom wertvollen Brokat- über das beliebte Marmor- bis zum modernen Schablonenspritzpapier reicht die Bandbreite an Erscheinungsformen und Techniken über die Jahrhunderte. Auch heute wird dieses alte Handwerk noch praktiziert: Die Grafikerin Ulrike Grießmayr gibt an ihrem Stand einen Einblick in die Kunst der Buntpapiere.

Das Restaurieren alter Bücher

Freitag bis Sonntag, 24. bis 26. Januar, Stand 33

Einen gut erhaltenen zeitgenössischen Einband wünscht sich jeder Sammler und Antiquar. Leider zeigen viele Bücher Beschädigungen oder sind später nicht passend nachgebunden, so dass eine zeittypische Neubindung notwendig und sinnvoll erscheint. Die Buchbinderin Hannah Loibl präsentiert Arbeiten in Papier, Leder und Pergament und gibt Einblicke in die Möglichkeiten der Restaurierung beschädigter alter Einbände. Außerdem zeigt sie verschiedene Schutzumschläge sowie Buchkassetten, Schatullen und Schuber, die ein Buch stilvoll schützen.

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Verband Deutscher Antiquare e.V.

Geschäftsstelle: Norbert Munsch
Seeblick 1, 56459 Elbingen
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Fax +49 (0)6435 909148
E-Mail buch[at]antiquare[dot]de

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