Stuttgarter Antiquariatsmesse 2018

Mit 63 Ausstellern wird die 57. Stuttgarter Antiquariatsmesse vom 26. bis 28. Januar 2018 im Württembergischen Kunstverein am Schlossplatz stattfinden. 

Antiquare aus Deutschland, Großbritannien, Italien, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz garantieren ein hochkarätiges und vielfältiges Angebot bei dieser bedeutendsten antiquarischen Veranstaltung in Deutschland.
Es umfasst alte Handschriften und ausgefallene Bücher zu jedem erdenklichen Thema, Grafiken, Zeichnungen, Fotografien – kurz: Alles, was das Herz bibliophiler Sammler begehrt.

Zwei Antiquare sind zum ersten Mal dabei: Philipp Penka aus Berlin und Sokol Books aus London. Die Aussteller in alphabetischer Reihenfolge finden Sie → hier.

Der mit vielen farbigen Abbildungen versehene Messekatalog mit den Angeboten aller Aussteller wird kurz vor Weihnachten erscheinen.

Die Sonderausstellung ist in diesem Jahr Peter Paul Rubens als Buchkünstler gewidmet: »Sinnbild – Bildsinn«. Gestaltet wird sie von MitarbeiterInnen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, den Vortrag am Samstag, 27. Januar um 19 Uhr, hält Prof. Dr. Nils Büttner, Leiter der Kunstsammlung und des Archivs der Akademie. Dazu erscheint ein ausführliches illustriertes Verzeichnis aller Buchgrafiken von und nach Rubens.

Für interessierte Besucher, insbesondere Jugendliche, werden Führungen angeboten, bei denen Aussteller besonders schöne Exponate, ihre Bedeutung und Besonderheiten vorstellen und alle Fragen rund um dem Antiquariatshandel gern beantworten.

Zur gemeinsamen Auftaktveranstaltung von Stuttgarter Antiquariatsmesse und Antiquaria Ludwigsburg spricht der Leiter des Klingspor Museums Offenbach, Stefan Soltek, am 22. Januar, 20 Uhr im Literaturhaus zum Thema »Was taugt dem Künstler das Buch? Slevogt, Picasso, Grieshaber …«.

Wir freuen uns über Ihre Fragen, Anregungen und Wünsche, die Sie uns bitte  hier mitteilen wollen – und natürlich auch darauf, Sie in Stuttgart (wieder) zu sehen.


Resümee der 56. Stuttgarter Antiquariatsmesse

Ein derart tolles Angebot wie in diesem Jahr hätte es auf der Antiquariatsmesse schon länger nicht mehr gegeben, schwärmte ein Sammler, der gleich bei mehreren Ausstellern fündig geworden war. Ähnlich positiv äußerten sich viele der Besucherinnen und Besucher, die beinahe ebenso zahlreich wie in den Vorjahren durch die Gänge flanierten und die Exponate bewunderten: Autographen studierten, in Erstausgaben blätterten oder über den Erwerb von dekorativer Grafik grübelten.

Die Mehrzahl der Ausstellerinnen und Aussteller zeigte sich gleichfalls zufrieden über den Umsatz, dass trotzdem einige enttäuscht sind, kann nicht ausbleiben – nicht immer passen Angebot und Nachfrage von Seiten der Institutionen, des internationalen Handels und der Privatsammler zusammen.

Auf rund zwanzig Exponate wurde gelost, nachdem sich bei Öffnung der Messe am Freitagvormittag mehr als ein Interessent gemeldet hatte. Besonders begehrt – nämlich von einem Dutzend Sammlern und Händlern – war das vom Musikantiquariat Raab angebotene eigenhändige Manuskript mit Kommentaren zu ihren Opernarien, das die Sängerin und Komponistin Pauline Viardot wohl einige Jahre bei sich trug. Gefragt waren daneben unter anderem der Türkenablass bei Peter Fritzen, ein »unverwüstliches« Bilderbuch mit Prägedrucktafeln bei Meinhard Knigge, das »Album amicorum« bei Eberhard Köstler, das eigenhändige Albumblatt von Walter Trier beim Antiquariat Knöll, die Hesse-Fotografie bei Heckenhauer, die von Chodowiecki illustrierte Ausgabe des Don Quixote bei Tusculum Rare Books, Friedrich Nicolais Beschreibung von Berlin und Potsdam bei H. Carlsen oder »Der Automate«, ein seltenes mechanisches Spiel bei Haufe & Lutz.

Gut angenommen wurden wieder die öffentlichen Führungen, die die Stuttgarter Antiquarin Inge Utzt anbot; auch die Gruppe von Lehrenden und Studierenden am Studiengang »Bibliotheks- und Informationsmanagement« an der Hochschule der Medien in Stuttgart und Mitglieder des Vereins Pro Stuttgart ließen sich gern von den Ausstellern in die Geheimnisse von Inkunabeln, Einbänden, Druckstöcken oder Zauberbüchern einführen. Es war unübersehbar, wie hier Schwellenängste abgebaut und Interesse geweckt werden können.

Die Sonderausstellung war dem Stuttgarter Typographen und Buchkünstler F. H. Ernst Schneidler gewidmet, kuratiert von zwei Mitarbeiterinnen der Stuttgarter Kunstakademie und gekrönt von Professor Nils Büttners Vortrag – der Samstagabend wurde zu einem großen Erfolg und das Publikum freute sich ebenfalls an den Liedern von Strauß und Eisler, dargeboten von zwei Studentinnen der Musikhochschule, und über das anschließende Beisammensein. Da das Handbuch in seinem redaktionellen Teil über »100 Jahre Schrift in Stuttgart« zum ersten Mal den Ausstellungskatalog gewissermaßen integrierte, wurde es stärker als sonst nachgefragt.

»Ich freue mich in jedem Jahr auf die Messe«, sagte Sibylle Wieduwilt, Vorsitzende des Verbands Deutscher Antiquare. »Gibt es doch sonst nirgendwo in Deutschland die Möglichkeit, eine so große Bandbreite des Antiquariats zu sehen, so viele Kollegen zu treffen und zu sprechen. In Stuttgart haben wir die einmalige Chance, in unserer Vielfalt für die Außenwelt wahrnehmbar zu sein.«

Der Termin für die 57. Stuttgarter Antiquariatsmesse steht bereits fest: Sie wird vom 26. bis 28. Januar 2018 im Kunstgebäude am Schlossplatz stattfinden.






 

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