Und ... ... ... Action!

An über zwanzig Ständen entschied das Los, wer die begehrten Objekte aus dem Messekatalog mit nach Hause nehmen durfte. Zehn Interessenten gab es bei der Galerie Valentien für Dubuffets „La Métromanie“ (3.800 €), acht Kunden losten bei Voerster um Berlioz’ musikalisches Albumblatt (2.800 €). Vielfach begehrt war das Angebot Wolfgang Braeckleins, der über die Hälfte der Objekte aus dem Messekatalog, oft durch Losentscheid, gleich nach Messeeröffnung in Sammlerhände gab. Bei Herbert Blank waren zwölf Bibliophile unter anderem aus Frankreich angereist, um auf das Losglück um René Chars „Le Marteau sans maître“ mit Widmung an Sigmund Freud (2.000 €) zu hoffen. Blank, der nur wenig später auch Goethes „Götz von Berlichingen“ (19.000 €) und „Faust“ (18.000 €) in den seltenen Erstausgaben abgeben konnte, sprach von „Rekordumsätzen“.  Ähnlich turbulent ging es bei den Kinderbuchspezialistinnen Sabine Keune und Christine Grahamer (Antiquariat Robert Wölfle) zu, deren Angebot von Originalvorlagen berühmter Kinderbücher vom Biedermeier bis zur Biene Maja, in einem Gemeinschaftskatalog zusammengefasst und auf der Messe präsentiert, reißenden Absatz fand. 

Heribert Tenschert zählt seit 29 Jahren zu den Ausstellern in Stuttgart. Für den renommierten Spezialisten, dessen „Bible Historiale“, um 1470 mit kunstvollen Illuminationen entstanden, für erhebliches Aufsehen sorgte, ist die Stuttgarter Messe der ideale Ort, um Kaufentscheidungen anzubahnen.

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Zitat der Woche

"I find television very educating. Every time somebody turns on the set, I go into the other room and read a book."

"Die Bildung, die das Fernsehen vermittelt, finde ich immens. Jedes Mal, wenn jemand den Fernseher einschaltet, verlasse ich den Raum und lese ein Buch."

Groucho Marx (1890 - 1977)

52. Stuttgarter Antiquariatsmesse

25. bis 27. Januar 2013

Württembergischer Kunstverein 

(Schlossplatz 2)

Freitag: 11 - 19.30 Uhr

Samstag und Sonntag: 11 - 18 Uhr