Fair Catalogue

Antiquariat Nikolaus Struck (Booth 5 )
Inhaber: Antiquariat Clemens Paulusch GmbH
Spandauer Straße 29 · 10178 Berlin · Telefon +49 (0)30 242 72 61 · Fax +49 (0)30 242 40 65
E-Mail: info@antiquariat-struck.de · Internet: www.antiquariat-struck.de

Alte Stadtansichten · Landkarten · Dekorative Graphik · Berufsdarstellungen · Atlanten · Ansichtenwerke · Landes- und Ortsgeschichte · Reisen

 


Atlas – Janssonius, J. & Hondius, H. Atlas Novus, sive descriptio geographica. Totius Orbis Terrarum, Tabulis aeneis Iuculentissimis & accuratissimis exornata, tribvs tomis distinctus. 3 Bde. Amsterdam (Amstelodami), Janssonius & H. Hondius (Henricum Hondium & Ioannem Janssonium), 1638, gest., altkol. Titel, 2 Bll. (Praefatio), 3 Bll. (Introductio) und 108 altkol. dpblgr. Kst.-Karten sowie 8 Bll. Text; 112 altkol. Kst.-Karten und 12 Bll. Text; 98 altkol. Kst.-Karten und 2 Bll. Text. Or.-Ganzpergamenteinbände mit Rvg. und goldgprg. Deckelfileten in Form eines Rechtecks, die ein zentrales rautenförmiges Blumenornament (Mittelemblem) einrahmen (wohl Original-Verlagseinbände), Leinenschließbänder meist nicht mehr vollständig.
Krogt: Koeman’s Atlantes Neerlandici, 1 : 401 A. – Lateinische Ausgabe des großen Atlas; nach Krogt die Variante „a”: „For the 1638 editions there are two versions of the imprint, with either Janssonius’s or Hondius’s names mentioned first. The same versions exist of the „Praefatio” (both versions have the same setting, only the names are changed). We call the Janssonius-Hondius version variant a and the Hondius-Janssonius version variant b.” – Die „Praefatio” mit der Nennung von Janssonius an erster Stelle. Auf dem Titel ist Hondius der Erstgenannte. – Das altkolorierte Titelblatt mit Schrift in Tinte zum Vorbesitz von 1640. Vollständiger Kartenbestand, so in Band 1 mit Welt- und Polkarte, 2 Europakarten sowie Gebietskarten von Großbritannien, Skandinavien, Deutschland, Russland, Österreich, Ungarn (zus. 108 Karten). Band 2 enthält 112 Karten, u. a. die Niederlande, Frankreich, Schweiz und Spanien/Portugal. Band 3 mit 98 Karten, so Italien (54), Griechenland (7 incl. Zypern), Asien (13 mit Kontinentkarte, Vorderasien, Palästina, China, Japan und Indonesien), Afrika (6 inkl. Kontinent) und Amerika (18 inkl. Kontinent, Florida, Virginia usw.). Zustand: In Band 1 Weltkarte und Europakarte in den Rändern alt hinterlegt, Index und Chartarum fehlen, in Band 3 ein Ausschnitt von 5?×?9 cm unterhalb des Titels der Italienkarte (Lage C), dieselben Einschnitte auf Lage D teilweise geklebt, hier ohne Bildverlust. Wenige Karten etwas wasserfleckig, einige Karten teils stärker gebräunt oder mit alten Quetschfalten. In Summe ein gutes Exemplar in den originalen Verlagseinbänden und bis auf den fehlenden Index von Band 1 ein vollständiges Exemplar.

Price: 120000,- EUR

 

Utopie – Die Welt als Stadt. Kst.-Karte von und nach Leopold Paur, „Stadt im Traume”, 1784, 64 × 93 cm.
Vergl. Österreichische Nationalbibliothek, 50 Zimelien der Kartensammlung, Nr. 44. Leopold Paur (geb. bei Altenburg bei Horn in Niederösterreich am 15. 11. 1735, gest. 17. 9. 1800 als Advokat in Wien) träumte schon als Jugendlicher in der Ebene des Horner Beckens eine Stadt zu bauen, in der die Utopie vom friedlichen Zusammenleben aller Menschen unterschiedlicher Rassen, Nationen und Religionen verwirklicht werden sollte. Im Jahre 1783 trat er mit seiner Idee an die Öffentlichkeit und versprach dem Architekten, der den besten Plan entwerfen werde, einen hohen Geldpreis. Am 25. Juli 1784 kündigte er das Erscheinen vorliegenden Plans an. Die Stadt sollte vorerst aus 856 Häusern bestehen, um Klassenunterschiede zu verhindern nach einheitlichem Vorbild, ebenso sollten alle Tempel gleich aussehen. Der geplante kosmopolitische Charakter der Stadt kommt auch durch die Namen der Plätze und Häuser zum Ausdruck: Forum Moscoviticum, Forum Indicum, Forum Sinicum, Tunis, Tripolis, Neapel, Peking, Berlin, Paris, u. v. m. Der Plan ist eigentlich eine Karte der alten Welt. Natürlich wurde diese erschreckend neue Idee von seinen Zeitgenossen entsprechend abfällig beurteilt. Finanziert werden sollte die Stadt (Paur rechnete mit Anfangskosten von 86 Mio. Gulden) durch ein noch zu entdeckendes Mittel gegen Syphilis, für das jeder Mensch auf der Erde 20 Kreuzer zahlt. Das Mittel wurde nie gefunden, so blieb die Stadt ein Traum. „Betrachtet man Leopold Paur nicht als Scharlatan, sondern sieht seinen Entwurf als Ausdruck philanthropisch-toleranter und kosmopolitischer Gesinnung, so kann diese Utopie in folgende Zusammenhänge eingeordnet werden: Geometrie als wichtiger aus der Antike übernommener Bildungsinhalt, auf Antike und Renaissance zurückgehende Planungen idealer Städte (Palmanova oder Karlsruhe), Sozialutopien (Thomas Morus’ Utopia oder Francis Bacons Nova Atlantis) sowie Insel- bzw. Staatsromane als Kritik an der europäischen Zivilisation, aufklärerisch tolerante Haltungen aus der Freimauerei, wo auch Symbole, Zahlen, Geometrie eine wichtige Rolle spielen.” (Öst. Nationalbibliothek). Der Wiener Kulturhistoriker Gustav Gugitz entdeckte im 20 Jhdt. den in Vergessenheit geratenen Plan und veröffentlichte im Bilderlexikon, Bd. Kulturgeschichte, Wien 1928, einen kurzen Artikel (mit Tafel). Ihm war nur 1 Exemplar des Stichs (in den Sammlungen der Stadt Wien, nach 1945 nicht mehr auffindbar) bekannt, heute kennen wir noch 4 weitere Exemplare (in der Albertina, in der niederösterreichischen Landesbibliothek, im Krahuletz-Museum in Eggenburg und seit einigen Jahren auch in der österreichischen Nationalbibliothek, angekauft im Rahmen der 17. Internationalen Antiquariatsmesse Wien, 1998, Katalog p. 20 und Tafel 6). Die bekannten Exemplare unterscheiden sich alle von dem hier vorliegenden Exemplar in mehreren Details, was die Vermutung nahelegt, dass dies Paurs eigener Plan war, den er nach einer Veränderung der Kupferplatte drucken ließ. Neben einer Widmung für Kaiser Joseph II. ist es ein hebräisches Zitat aus dem Buch Esther, das besondere Beachtung verdient: „Und der König sprach: Was für Ehre und Würde haben wir dafür Mordechai zuteilwerden lassen? Da sprachen die Knechte des Königs, die ihm dienten: Man hat ihm gar nichts gegeben! (Est. 6/3)”. Paur sah sich wohl als Retter seines Volkes (der Menschheit), dem aber nicht gedankt wurde. Schönes Exemplar, kleine Randbeschädigungen, Faltung geglättet, bildseitig sehr gut erhalten. Der seltene Kupferstich der „Stadt im Traume” in einer wohl einzigartigen Variation.

Price: 19000,- EUR

 

SANDMANN, F.X. POTSDAM: Gesamtans., v. Brauhausberge, "Potsdam vom Brauhausberg aus geseh'n."; Lithografie mit Tonplatte v. u. n. Sandmann (Druck G. Rauh in Wien) bei Otto Janke in Potsdam, um 1860. Bildausschnitt 49,5 x 92 cm.
Seltenes Blatt, zugleich eines des größten und schönsten Panoramen von Potsdam überhaupt ! - Nicht bei Drescher/Kroll. Giersberg/Schendel, Seite 13 und Abb. 8 auf Seite 14. - Der Betrachter schaut vom Brauhausberg über die Havel auf die Stadt. Mittig die Nikolaikirche. Am rechten Rand der Bahnhof. Ein beeindruckendes Blatt. - Fachgerecht gereinigt und die Mittelfalte geglättet.

Price: 5500,- EUR

 

LA PIRA, Gioacchino NEAPEL: Gesamtans., Blick über die Bucht. Gouache von La Pira, um 1860. Bildausschnitt 23,5 x 31 cm.
Gioacchino La Pira (tätig zwischen 1839-1870). - Dekorative Ansicht von Neapel mit rauchendem Vesuv. Wir blicken von Posillipo über die Bucht, rechts das Castel dell' Ovo, links das Castell Sant'Elmo. Wie meist gefasst durch eine getuschte schwarze Linie und grau getöntem Papierrand. In leuchtenden Farben, frisch erhalten und in bestem Zustand. Unten rechts signiert: La Pira.

Price: 2300,- EUR

 

HOMANN Erben WELT und ERDTEILE: 5 Kupferstichkarten nach J.M. Hase bei Homann Erben in Nürnberg, um 1746, Bildausschnitt je ca. 48 x 5 cm.
Sandler, Johann Baptister Homann, die Homännischen Erben, Matthäus Seutter und ihre Landkarten, S 123ff (Nr. 1, 3, 112, 131 und 146). Schöner Erdteilkartensatz bei Homann Erben in Nürnberg, alle mit altem Flächenkolorit und mit Druckprivileg. Enthält folgende Karte (alle nach J. M. Hase): Weltkarte dat. 1746, Europa dat. 1743, Asien dat. 1744, Afrika undatiert (n. 1737) und Amerika dat. 1746. Teils im Bugbereich etwas restauriert.

Price: 3500,- EUR

 

 

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