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Druckgraphik und Handzeichnungen alter und neuer Meister

 


Lucas Cranach der Ältere (ca. 1472 Kronach – Weimar 1553). Die Versuchung des hl. Antonius, 1506. Holzschnitt, 406 × 271 mm. Wasserzeichen: Ochsenkopf mit Blume. Bartsch 56; Geisberg 593; Hollstein 76 II (von II); Ausst.-Kat. Basel 1974/76, Bd. 2, Nr. 398.
Früher, sehr seltener Druck des zweiten Zustands, von dem weniger als zwölf frühe Abdrucke bekannt sind. Der erste Zustand mit lediglich verändertem Wappen ist sogar in nur zwei Exemplaren in den Museen von Basel und Chicago überliefert. Späte Abzüge aus einer Druckkampagne der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts sind ebenfalls nicht häufig. Die Versuchung oder Peinigung des hl. Antonius durch teuflische Dämonen gehörte seit je zu den für Künstler faszinierendsten Motiven, denn es ermöglichte ihnen die Darstellung des Heiligen in einer Gruppe von Phantasiegestalten. Cranach kannte sehr wohl den berühmten Kupferstich Martin Schongauers von 1480 nutzte aber auch Dürers „Engelkampf” (Meder 171) aus der „Apokalypse” von 1498 als Inspirationsquelle. Für die Betrachter der Graphiken war die Botschaft eindeutig. Sie sollten gegenüber den Peinigungen des Bösen in der Welt, also des Teufels und seiner Knechte, genauso standhaft und gläubig bleiben wie der hl. Antonius. Da er einer der Pestheiligen ist und 1506 in Teilen Kursachsen eine Pestepidemie ausgebrochen war, reagierte Cranach mit dem Holzschnitt auf die aktuellen Ereignisse. Der Bezug zu Sachsen wird durch die Bauten in der Landschaft hergestellt, darin ist sich die Forschung einig. Unklar ist freilich, welche Bauwerke wiedergegeben sind, so wurde vorgeschlagen, es handle sich um Schloss Hartenfels in Torgau mit der Elbbrücke oder um die Gebäude der Antoniter-Mönche auf dem Lichtenberg in Prettin.

Price: 130000,- EUR

 

Anton Würth (geb. 1957 in Oberstdorf). DürerÜbung, 2014. Kupferstich auf Büttenpapier, 175 × 250 mm. Probedruck vor der Auflage von 24 Exemplaren.
Das Maß aller Kupferstecher ist das Werk Albrecht Dürers und ihm gebührt höchster Respekt. Der Kupferstecher Anton Würth vergleicht ihn „mit dem Respekt des Hochspringers vor der Latte, die auf Rekordhöhe liegt”. Würth arbeitet in erster Linie minimalistisch. Gelegentlich greift er zum Stichel, um sich mit Dürers Kupferstichen im Akt des Kopierens direkt auseinanderzusetzen, dabei entstehen aber immer eigenständige Interpretationen. Dürers Kupferstich „Der hl. Antonius vor der Stadt” (Meder 51) von 1519 beschäftigte Würth lange, ehe er sich an eine Nachschöpfung des Blattes machte. In seiner durchaus minimalistischen Adaption verschwindet die Stadt im Hintergrund. Es bleibt der Heilige wie er lesend auf dem gerundeten Hügel im Vordergrund hockt, in den er seinen Kreuzstab mit Glöckchen gesteckt hat, wobei Würth auch präzise den kaum erkennbaren Leib Jesu am Kreuz wiedergibt. Zusätzlich fügte er jenen Schnörkel ein, den Dürer in seinem monumentalen Holzschnitt „Der Große Triumphwagen” (Meder 252) der „Ratio” zugeordnet hatte. Die so veränderte, freie Kopie des hl. Antonius Eremita, des mönchischen Asketen und Namensheiligen Anton Würths, wird zu einem verkappten Selbstbildnis des Künstlers. Er demonstriert mit dem Blatt nicht nur seine technische Brillanz, sondern weist sich gleichzeitig auch als pictor doctus aus.

Price: 2600,- EUR

 

 

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