Messekatalog

Antiquariat J. Voerster (Stand 73 )
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Autographen · Musik · Theater · Deutsche Literatur · Erstausgaben

 


Beethoven, Ludwig van. Missa, composita, et serenissimo ac eminentissimo domino domino Rudolpho Joanni Caesareo Principi et Achiduci Austriae S. R. E. Tit. s. Petri in monte aureo Cardinali et Archiepiscopo Olomucensi profundissima cum veneratione dedicata a Ludovico van Beethoven. Opus 123. [Partitur]. [BWV I, 800]. Paris, B. Schott fils (PlattenNr. 2346) 1827. Quart. Lithographierter Titel, 299 S. Ohne das Subskribentenverzeichnis. Ganzlederband mit Goldprägung auf Rücken und Deckel.
Extrem seltene Originalausgabe der Partitur der „Missa solemnis“, die zu den besonders selten gewordenen Originalausgaben Beethovens gehört. „Die Entstehung dieses ‚Gelegenheitswerks‘ im edelsten Sinne des Wortes entsprang Beethovens Absicht, für die Inthronisation des Erzherzogs Rudolf zum Erzbischof von Olmütz eine große Messe zu komponieren. ‚Der Tag, wo ein Hochamt von mir zu den Feierlichkeiten für J. K. H. soll aufgeführt werden, wird für mich der schönste meines Lebens sein‘ schreibt er im Juni 1819, ‚und Gott wird mich erleuchten, dass meine schwachen Kräfte zur Verherrlichung dieses feierlichen Tages beitragen‘„ (Kinsky-Halm 360). – Blütenweißes Exemplar des deutschen Komponisten und Musikpädagogen Robert Radecke (1830–1911). – Kinsky S. 364; Slg. Hoboken 495.

Preis: 4500,- EUR

 

Franziska von Hohenheim, Herzogin von Württemberg (1748–1811). Eigenhändiger Brief in französischer Sprache mit Datum und Unterschrift „Francoise DdWurttemberg“. Hohenheim, 11. Oct. 1791. Oktav. 2 Seiten.
Schöner Brief an eine Fürstin, der sie ausführlich für die Glückwünsche zu ihrem Namenstag dankt: „… j’ aurai este, aussi bien que le Duc Mon Epoux qui assure Votre Altesse de Ses hommages respectueux, au comble de Notre bonheur de voir nos esperances remplies, et par consequent de faire Notre Cour icy à Vortre Altesse, Mais il a fallu y renoncer par des motifs aussi consolants que ceux, dont Elle veut bien faire mention, Nous Nous flattons que l’Eté prochain nous serons plus heureux, et qu’un charmant jeune Prince poura etre du voiage …“ – Sehr selten.

Preis: 980,- EUR

 

Heine, Heinrich. Gedichte. Berlin, Maurer 1822. VIII, 170 S., 1 Bl. (Errata). Teils schwach stockfleckig. Dezenter Namenseintrag auf hinterem Spiegel. Vorsatzbll. erneuert. Marmorierter Pappband der Zeit mit Ln.-Rückenschild in moderner grüner Halbmaroquin-Kassette.
Erste Ausgabe der ersten Buchveröffentlichung Heines, gedruckt bei G. Hayn, Berlin, die seltenste aller Heine-Erstausgaben. Der Band erschien bereits im Dezember 1821, Heine sandte Goethe am 29. 12. 1821 ein Exemplar. Rahel von Varnhagen, in deren Salon der junge Heine verkehrte, vermittelte den Verleger. Enthält die Gedichte, die seit 1816 entstanden waren. – Inhalt: Traumbilder, Minnelieder, Romanzen, Sonette sowie Übersetzungen aus Lord Byrons Werken. – Das Errata-Blatt nebst einer Anmerkung unterzeichnet: „Berlin den 20ten Nov. 1821, H. Heine“. – Goedeke VIII, 550, 8; Wilhelm/Galley, 434; Borst 1393; Meyer 8.

Preis: 6000,- EUR

 

[Klinger, Friedrich Maximilian]. Prinz Seiden-Wurm der Reformator oder die Kron-Kompetenten, ein moralisches Drama aus dem fünften Theil des Orpheus. Genf, J. H. Legrand [d. i. Basel, Thurneysen] 1780. 131 S. Unbeschnitten. Titelblatt aufgezogen, Fehlstellen mit minimalem Buchstabenverlust, Verlust beim Erscheinungsjahr fälschlich in ‚1786‘ korrigiert. Grüner Umschlag der Zeit, leicht verfärbt, Rücken mit Ein- und Ausrissen, zwei Nrn.-Schildchen. Innen gutes, anfangs etwas fleckiges Exemplar.
Sehr seltene erste Einzelausgabe. Zuletzt wurde 1934 das Exemplar aus der Bibliothek Oettingen-Wallerstein auf einer deutschen Auktion angeboten. – Gedruckt vom Satz des „Orpheus“ Tl. V mit dem Titel aus dem „Orpheus“ auf S. 1 u. mit neuem Titelblatt sowie geänderten Seitenzahlen u. Signaturen. „Ausdruck der Krise des Genieideals wurde … die im Roman ‚Orpheus‘ am Fürstenhof zur Aufführung gelangende politische Harlekinade ‚Prinz Seidenwurm‘„ (NDB XII, 86). – „Fehlt in allen von Klinger selbst besorgten Sammlungen“ (Schulte-Strathaus 202, 9). – Goedeke IV, 1, 806, 11a; Hayn-Gotendorf V, 491 („Sehr selten“).

Preis: 3500,- EUR

 

Mozart, Wolfgang Amadeus. Die Entführung aus dem Serail. Oper in drey Ackten … L’enlevement du Serail. Opera en trois Actes … [Partitur] [KV 384] Bonn, N. Simrock (PlattenNr. 949) [1811/12?]. Folio. S. 1–108, 2 weiße Bl., S. 109–272, 1 weißes Bl., S. 272–350, 1 weißes Bl. Titelblatt in Lithographie (etwas gebräunt). Vereinzelt mit Bleistifteinzeichnungen. Nahezu fleckenfrei. Schöner kräftiger Abzug, Halblederband im Stil der Zeit.
Erstausgabe der Partitur in einem schönen Exemplar. – Die Uraufführung des Singspiels fand 1782 im deutschen Nationaltheater in Wien statt und wurde zu einem der erfolgreichsten Bühnenstücke Mozarts. Der Klavierauszug war bereits 1783 erschienen. – Zur Datierungsfrage der Partitur gibt es abweichende Vorgaben. Köchel nennt als Erscheinungsdatum 1813, während in der AMZ, Intelligenzblatt No. IV, April 1812 angezeigt wird, dass die Partitur seit der Herbstmesse 1811 bei N. Simrock erschienen war (mit abweichendem Preis!). – Köchel S. 411; Slg. Hoboken Bd. 11, 141; Haberkamp I/ S. 180; RISM M 4246.

Preis: 6000,- EUR

 

Nietzsche, Friedrich. Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik. Leipzig, E. W. Fritzsch 1872. Titelvignette: Entfesselter Prometheus. IV, 143 S. Vorsatzbl. mit Trockenstempel des Buchbinders. Ln. der Zeit mit goldgepr. Rückentitel. Ecken, Kanten und Rücken etwas bestoßen. Gutes Exemplar.
Seltene erste philosophische Veröffentlichung des Autors in der Erstausgabe, Richard Wagner „meinem erhabenen Vorkämpfer“ gewidmet. „’Ich glaube, daß noch nie ein Erstlingswerk so üppig eingehüllt wie ein Prinzenkind aus der Taufe gehoben worden ist’, schreibt Nietzsche am 23. November begeistert an Rohde“ (Zimmermann). Richard Wagner urteilt in einem Brief Anfang Januar 1872 an Nietzsche: „Schöneres als Ihr Buch habe ich noch nichts gelesen!“. – Slg. Borst 3167; Jacoby S. 50; Zimmermann 20.

Preis: 2800,- EUR

 

Puccini , Giacomo (1858–1924). Eigenhändige Kompositionsskizze „Per duetto 3°“ aus der Oper „Turandot“. [1920?]. Quart. 1 Seite mit 10 Systemen mit 9 mehrmals korrigierten Takten.
Unveröffentlichtes Skizzenblatt aus Puccinis letzter Oper „Turandot“. – Zweites Bild im zweiten Akt, Schlüsselszene der Oper: Turandot tritt zum ersten Mal auf und schwört, sie werde niemals einem Mann gehören. Im Duett „in questa reggia“ erzählt Turandot die Beweggründe für ihre Verhaltensweise, den potenziellen Ehemännern drei Rätsel zu stellen und diese dann bei Nichtbeantwortung hinrichten zu lassen. Mit den Worten „nessuno mai m’avrà“ (niemand wird mich jemals haben) schwört sie für immer der Ehe ab.

Preis: 8000,- EUR

 

(Reisch, Gregor). Margarita philosophica cu(m) additionibus nouis: ab auctore suo studiosissima revisione quatro super additis. (Basel, Michael Furter) 1517. Quart. 292 nn. Blatt. Titel in Rot und Schwarz mit schöner Holzschnitt-Bordüre. Zahlreiche ganz- bzw. halbseitige Holzschnitte. Zahlreiche Notenbeispiele, teils ganzseitig. 2 Falttafeln (zur Musik). Teils gebräunt und wenige Blatt etwas wasserrandig. Pergamentband der Zeit. Der Buchblock wurde neu eingehängt.
Selten. Maßgebliche Ausgabe letzter Hand der ältesten gedruckten Enzyklopädie. Nach antiker Tradition in Dialogform (Lehrer-Schüler) geschrieben, behandelt das Werk in der Art einer scholastischen „Summa“ das philosophische Wissen der Zeit aus humanistischer Sicht. Die ungewöhnlich erfolgreiche Schrift, hier in der maßgeblich vom Verfasser besorgten 4. Ausgabe, erlebte seit dem ersten Erscheinen 1503 zahlreiche Auflagen. In den 12 Büchern werden die „septem artes liberales“, die Naturphilosophie, Physiologie, Psychologie und Ethik in ihren Grundzügen dargelegt und mit schönen Holzschnitten reich illustriert. Das 5. der 12 Bücher ist der Musik gewidmet. In zwei Traktaten wird die „musica speculativa“ und „practica“ behandelt. Die Notenbeispiele sind in Hufnagelschrift notiert. Die „Margarita phisosophica“ war ein vielgelesenes Werk und erlebte zahlreiche Auflagen (autorisiert und nicht autorisiert) und liegt hier in der 4. autorisierten Ausgabe vor. Reisch stammte aus Balingen (Württemberg) und lebte lange als Prior des Kartäuserklosters in Freiburg i. Br. – Von besonderem Interesse sind die einzigartigen Holzschnitte mit der ersten Ansicht der Stadt Freiburg sowie medizinischen, geologischen und kosmischen Darstellungen, darunter „the oldest printed illustration of the structure of the eye“(Lage E1). – Ohne die Weltkarte. – Bogennorm: a-d8, e4, f-z8, A-O8. – RISM BVI II, 694; STC 731; Adam R 336; Fairfax Murray 354. – Siehe Abbildung.

Preis: 8000,- EUR

 

 

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