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Literatur in Erstausgaben · Philosophie · Autographen · Illustrierte Bücher

 


Hölderlin, Friedrich. Hyperion oder der Eremit in Griechenland. Erster Band. Tübingen, Cotta, 1797. 160 Seiten. Marmorierter Pappband mit Rückenschild.
Erste Ausgabe, außerordentlich selten. – 1799 folgte ein zweiter Band. – Sehr gutes, frisches Exemplar der ersten Buchveröffentlichung Hölderlins, kaum gebräunt.

Preis: 9000,- EUR

 

Hölderlin, Friedrich. Die Trauerspiele des Sopho­kles. Übersetzt von Friedrich Hölderlin. 2 in 1 Band. Frankfurt, Wilmans, 1804. 2 Blatt, 108; 103 Seiten, 1 Seite Verbesserungen. Lederband der Zeit mit Rückenschild und dekorativer -vergoldung.
Erste Ausgabe der sehr seltenen zweiten Buchveröffentlichung Hölderlins. Enthält die Übersetzungen von „Oedipus der Tyrann“ und „Antigone“ mit Anmerkungen Hölderlins. – Schönes Exemplar, auf Bütten gedruckt, gering gebräunt; Exlibris.

Preis: 12000,- EUR

 

Hölderlin, Friedrich. Gedichte. Stuttgart und Tübingen, Cotta, 1826. 2 Blatt, 226 Seiten, 1 Blatt. Pappband der Zeit in grüner Lederkassette mit Goldprägung.
Erste Ausgabe, sehr selten. Die von Ludwig Uhland und Gustav Schwab herausgegebene Sammlung enthält 69 Gedichte und den Erstdruck von „Der Tod des Empedokles“. – Frisches, kaum gebräuntes Exemplar.

Preis: 12000,- EUR

 

Hölderlin, Friedrich. Taschenbuch für Frauenzimmer von Bildung auf das Jahr 1799. Herausgegeben von Christian Ludwig Neuffer. Stuttgart, Steinkopf, (1798). Mit 9 Kupfern von Chodowiecki und anderen. 15 Blatt, XVI, 314 Seiten. Kartonage der Zeit.
Enthält u. a. den Erstdruck von 14 Gedichten Hölderlins, 7 unter dem Pseudonym „Hillmar“. – Einband etwas abgegriffen, Bindung schwach.

Preis: 3000,- EUR

 

Hölderlin, Friedrich. Taschenbuch von der Donau auf das Jahr 1824. Herausgegeben von Ludwig Neuffer. Ulm, Stettinsche Buchhandlung, (1823). Mit 7 Kupfern von C. Heideloff. Gestochener Titel, XII, 373 Seiten, 2 Blatt. Illustrierter Orig.-Pappband.
Enthält u.a. den Erstdruck von 3 Gedichten Hölderlins. – Frisches Exemplar.

Preis: 1200,- EUR

 

Hofmannsthal, Hugo von. Studie über die Entwickelung des Dichters Victor Hugo. Wien, Verlag von Hugo von Hofmannsthal, 1901. VI, 66 Seiten. Dekorativer Lederband mit goldgeprägtem Rückentitel und Deckelvignette, Orig.-Umschlag eingebunden.
Erstdruck der sehr seltenen Habilitationsschrift Hofmannsthals. – Mit handschriftlicher Widmung des Autors: „Für Rudolf Kassner, 14. XI. 03.“ – Mit Kassner war Hofmannsthal seit 1902 befreundet.

Preis: 7500,- EUR

 

Lasker-Schüler, Else. Theben. Gedichte und Lithographien. Frankfurt a. M. und Berlin, Querschnitt-Verlag, 1923. 14 Blatt als Blockbuch. Lithographierter Text der Gedichte in der Handschrift der Autorin und 10 signierte ganzseitige Lithographien. Blauer Orig.-Leinenband mit goldgeprägter Deckelvignette. 4°.
Sehr seltene erste Ausgabe, erschienen in 250 nummerierten Exemplaren. Schönes, frisches Exemplar, im Druckvermerk nochmals signiert.

Preis: 9500,- EUR

 

Mann, Klaus. Der Vulkan. Roman unter Emigranten. Amsterdam, Querido Verlag, 1939. 721 Seiten. Orig.-Leinen mit Umschlag.
Erste Ausgabe, sehr selten. Frisches Exemplar.

Preis: 1200,- EUR

 

Roth, Joseph. Rechts und Links. Roman. Berlin, Kiepenheuer, 1929. 370 Seiten, 1 Blatt. Orig.-Leinen.
Erste Ausgabe. Gutes, frisches Exemplar. Mit handschriftlicher Widmung des Autors für den Germanisten Walther Brecht (1876–1950): „Dem geliebten Professor Walther Brecht / sein dankbarer Schüler / Joseph Roth.“

Preis: 4500,- EUR

 

Saint-Exupéry, Antoine. Le Petit Prince. Avec dessins par l’auteur. New York, Reynal & Hitchcock, (1943). 1 Blatt, 93 Seiten. Mit zahlreichen, meist farbigen Illustrationen des Autors, davon 12 ganzseitig. Hellroter Orig.-Leinenband mit Rückentitel und Deckelillustration in Rotdruck. Farbig illustrierter Orig.-Umschlag, in Kassette mit Lederecken.
Sehr seltene Erstausgabe, während des Krieges am 6. April 1943 in New York erschienen. – Schönes, frisches Exemplar.

Preis: 6000,- EUR

 

Celan, Paul. Der Sand aus den Urnen. Gedichte. Mit 1 (von 2) Originallithographien von Edgar Jené. Wien, Verlag A. Sexl, 1948. 61 Seiten, 1 Blatt. Orig.-Halbleinen mit Deckeltitel.
Erste Ausgabe der ersten Buchveröffentlichung Celans, mit dem Erstdruck der „Todesfuge“. – Vorsatz mit Widmung des Autors: „Für Friedrich Hagen / um diesen Lichtring der Stille / in die Nähe seiner / Hände zu legen / Paul Celan / im Januar 1949.“ – Mit 13 eigenhändigen Korrekturen des Autors; die erste Lithographie von ihm entfernt.
Am 17. Dezember 1947 kommt Celan in Wien an, nach abenteuerlicher Flucht von Bukarest über Ungarn. Er ist einer der ca. 170 000 jüdischen „Displaced“, die in den Jahren 1945–48 Zuflucht in Wien suchen, der Metropole der k. u. k Monarchie, jetzt eine Trümmerstätte des Zweiten Weltkriegs, verwaltet von den Alliierten.
„Er kam buchstäblich aus dem Nichts … in Czernowitz geboren, der Hauptstadt der Bukowina, die einmal zu Österreich gehört hatte und deren gebildete Bevölkerung jüdischer Herkunft deutsch sprach“ (Milo Dor).
Celan bringt eine Sammlung seiner Gedichte mit, die seit Jahren entstanden waren: ein deutscher Dichter aus der Bukowina, einem Grenzgebiet zu Rumänien, Ungarn, Ukraine; ein Flüchtling, der bald von vielen als der bedeutendste deutsche Lyriker seiner Zeit anerkannt wird; ein Überlebender des Holocaust, der im November 1946 an Max Rychner schrieb: „Ich will Ihnen sagen, wie schwer es ist als Jude Gedichte in deutscher Sprache zu schreiben … Aber mein Schicksal ist dieses: Deutsche Gedichte schreiben zu müssen.“
Bereits im Februar 1948 werden erstmals Gedichte Celans in deutscher Sprache veröffentlicht: 17 Gedichte in der Wiener Zeitschrift „Plan“; 7 Gedichte in der Züricher Zeitung „Die Tat“. – Eine erste Buchveröffentlichung, von Celan im Februar 1948 vorbereitet, scheitert. „Der Sand aus den Urnen“ erscheint schließlich im September 1948, laut Impressum in einer Auflage von 500 nummerierten Exemplaren.
Celan hat Wien bereits Ende Juni 1948 verlassen. Ihn drängte es nach Paris zu kommen. Überwachung der Buchherstellung und Korrekturen übernehmen Wiener Freunde. Als Celan sein erstes Buch in Händen hält, ist er tief verärgert.
„Wie groß war mein Entsetzen, als ich es bekam … Das Buch erschien voller Druckfehler, mit zwei Illustrationen eines Freundes, der es nicht unterlassen konnte, mein Buch mit zwei Beweisen äußerster Geschmacklosigkeit zu versehen … Ich war gezwungen, telegraphisch zu veranlassen, das Buch aus dem Verkehr zu ziehen“ (Celan an Rychner, 24. 10. 1948).
Das Buch wird eingestampft.
Die Schlussabrechnung des Verlags vom 19. 3. 1952 berichtet, abweichend vom Impressum, von einer Gesamtauflage von 334 Exemplaren: 9 wurden verkauft, 5 gingen als Pflichtexemplare an Bibliotheken, 320 wurden vernichtet. Bei seinen Autorexemplaren hat Celan die erste oder beide Illustrationen entfernt.
„Der Sand aus den Urnen“ zählt seither zu den seltensten Werken der modernen Weltliteratur. – Widmungsexemplare dieses Buches sind bisher nicht im Handel angeboten worden.
Die Widmung des vorliegenden Exemplars gilt dem Schriftsteller Friedrich Hagen (1903–1979), der zu Celans ersten Freunden in Paris zählt. Seit 1933 lebte er als Emigrant in Paris, geflüchtet vor den Nazis, weil er sich von seiner jüdischen Frau nicht trennen wollte. Er arbeitete für den französischen Rundfunk, übersetzte u.a. Werke von Cocteau, Eluard, Gracq. 1949 erschien sein Gedichtband „Weinberg der Zeit“.

Preis: 48000,- EUR

 

Celan, Paul. Mohn und Gedächtnis. (Gedichte). Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt, (1952). 79 Seiten. Orig.-Leinenband.
Erste Ausgabe von Celans zweitem Gedichtband. Er wurde zuerst als Weihnachtsgeschenk an ausgewählte Freunde des Verlags verschickt, bevor er Ende Januar 1953 endgültig zur Auslieferung kam. – Mit handschriftlicher Widmung des Autors: „Friedrich Hagen / dem Dichter und Freund / in Herzlichkeit / Paul Celan / Le Plessis, Januar 1953.“

Preis: 6000,- EUR

 

Celan, Paul. Die Niemandsrose. (Gedichte). Frankfurt, S. Fischer Verlag, 1963. 95 Seiten. Orig.-Leinenband mit Orig.-Umschlag.
Erste Ausgabe, frisches Exemplar. Erschienen im Oktober 1963. – Mit handschriftlicher Widmung des Autors: „Für Franz Wurm / herzlich Paul Celan / Zürich am 23. X. 63“.

Preis: 5000,- EUR

 

Celan, Paul. Der Meridian. Rede anläßlich der Verleihung des Georg-Büchner-Preises. Darmstadt, am 22. Oktober 1960. Frankfurt, S. Fischer Verlag, (1961). 24 Seiten. Orig.-Broschur.
Erste Ausgabe. Mit handschriftlicher Widmung des Autors: „Für / Friedrich Torberg, / Paris, am 28. April 1961, / Paul Celan.“

Preis: 3000,- EUR

 

 

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