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Tusculum Rare Books Ltd. (Stand 31 )
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Alte Drucke · Literatur · Fridericiana · Kostbare Einbände · Moderne Buchkunst

 


Cervantes Saavedra, Miguel de. Leben und Thaten des weisen Junkers Don Quixote von la Mancha. 6 Bde. Mit 36 Kupfern von D. Berger nach Daniel Chodowiecki. Hübsche Halblederbände mit marm. Deckeln. Bibliotheksstempel. Leipzig, Caspar Fritsch, 1780.
Die erste von Daniel Chodowiecki umfangreich illustrierte Bertuch-Ausgabe in einem attraktiven Einband d. Zt. aus der Fürstl. Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen. Friedrich Justin Bertuch (1747–1822), Unternehmer, Verleger und Mäzen in Weimar, lernte aus Faszination für Cervantes die spanische Sprache und begann seit 1769 den Don Quixote zu übersetzen. 1775 bis 1777 veröffentlichte er seine Übersetzung erstmals, allerdings nur mit Titelkupfern. Die vorliegende reich illustrierte Ausgabe zählt zu den seltenen frühen deutschen Übersetzungen, da die wenigen Ausgaben aus dem 17. Jhdt. fast unauffindbar sind. In frischem, nahezu fleckenfreien Zustand. – Engelmann. Chodowiecki, 147f.

Preis: 1800,- EUR

 

Friedrich II., der Große, König von Preußen (1712–1786). Eigenhändiges Schreiben des Königs an seinen Lehrer Jacques Egide Duhan de Jandun (1685–1746) mit Unterschrift „Federic“, 2. Okt. 1745. Doppelblatt in 4to., die erste Seite beschrieben.
Der König unterrichtet seinen verehrten Lehrer Duhan über den Verlust seiner Reisebibliothek durch Plünderung seines Lagers in der Schlacht bei Soor. Er bittet Duhan um sofortigen Ersatz der Bücher. Die meisten würde er wohl in der Bibliothek seines kurz zuvor verstorbenen Freundes Jordan finden. – „Mon cher Duhan, Je suis pillé Totallement. Je vous prie de M’acheter & faire rellier Boilo [Boileau], in octavo la belle edition avec les Notes, … Les Tusculanes de Ciceron … Voltaire … Horace … Gresset … Rousseau … Les deux dernieres campagnes de Turenne … Les lettres persannes … Faite Moy le plaisir Mon cher de trouver ces livres et de me Les envoyer promptement, je Crois que Vous trouverez cet assortiment dans la biblioteque de Mon cher Jourdan. Adieu Mon Amy. J’en ai rechapé belle Le 30eme … / Federic“. – Das Schreiben gibt einen guten Überblick über Friedrichs geistige Interessen, den Lesestoff und die Ausstattung seiner Feldbibliothek während der Schlesischen Kriege. Bei dem erwähnten „Jourdan“ handelt es sich um Charles Etienne Jordan (1700–1745), den literarischen Berater, Privatsekretär und Freund des Königs, der kurz vor der Schlacht bei Soor starb. Am Ende bezieht sich der König auf den Tag der Schlacht bei Soor: „Ich habe mich am 30. doch noch gut aus der Affäre gezogen …“ [30. Sept. 1745, wo der König zwar seine Feldbibliothek verlor, aber die Schlacht gewann]. – Der gedruckte Text findet sich nachstehend in dem Korrespondenzband von 1791; die Transkription des ganzen Originalschreibens nebst deutscher Übersetzung, siehe W. J. Kaiser, Die Bücher des Königs, Ausstellungskatalog Staatsbibliothek Berlin 2012, S. 24, 25, 224. – Siehe Abbildung auf Tafel 11.

Preis: 18000,- EUR

 

(Montesquieu, Charles-Louis de Secondat, Baron de). Lettres persanes. Seconde edition. Revue, corrigée, diminuée & augmentée par l’Auteur. 2 in 1 vol. 12°. 312 p.; 347 p. Contemporary vellum on paper boards. Bookplate on verso of title: „Ad Bibliothecam Principalem Arausio-Nassauiensem Dillenburgicam.“ Cologne, Pierre Marteau (= Paris), 1721.
The important second edition was presumably prepared by the author for his entry in the Academy. Announced as published in the year of the first edition in 1721, it was probably published some years later, shortly before entering the Academy in 1727. The author disguised his famous work conveniently as the correspondence of two Persian noblemen travelling in Europe. „Montesquieu satirized, in an unforgivably witty style, the absurdities and abuses of the contemporary social, political, ecclesiastical and literary scene. France was publicly shocked and privately delighted.“ (PMM). – Provenance: From the princely Orange-Nassau Library at Dillenburg/Germany. In fresh, very good condition. Rare in a contemporary binding. – Tchemerzine-Scheler IV, p. 920.

Preis: 1900,- EUR

 

(Fencing MS). Traité sur la contre pointe. Oblong quarto (168 x 270 mm). Calligraphic title, 1 f. blank, 20 f. manuscript text and 23 plates with original drawings by B.-C. Mitoire. Contemporary red straight-grained morocco profusely gilt. In lined cloth box. (St. Petersburg c. 1830).
Splendid manuscript of a fencing treatise with 23 fascinating and beautifully accomplished pen and washed ink drawings, signed „Mitoire“, in a superb Russian binding. Benoît-Charles Mitoire, a renowned French portrait painter and lithographer, lived and worked in St. Petersburg where he became member of the Academy of Arts in 1813. Text and illustrations refer to the different fencing positions. – The author of the text is unknown. He presents himself at the end of the text as a fencing master who travelled much and studied the art of fencing everywhere in Europe: „Depuis trente ans je fais des armes, et depuis vente ans je suis maître; J’ai beaucoup voyagé, je connais depuis le double Baton nègre, jusqu’au Cudgel du montagnard Ecossais, depuis la garde basse napolitaine jusqu’ à la garde hausse du hongrois: depuis la garde ancienne du Slavon … , jusqu’à la contre pointe moderne, arme, que le Grand Frédéric a lui même donné à ses troupes, et qui dans ce moment-ci est l’épée que porte l’officier Russe.“ He is probably the famous fencing master Augustin Grisier (1791–1865). From 1824 Grisier spent ten years in St. Petersburg where he was fencing instructor of members of the Imperial family and the Russian aristocracy. Back in Paris, Grisier published his celebrated fencing treatise „Les Armes et le Duel“ (1847). In very good condition. – Thieme-Becker XXIV, 594 f. – Siehe Abb. Tafel 12.

Preis: 22000,- EUR

 

Friedrich der Große. Correspondance de Fréderic II avant et après son avènement au thrône avec M. Duhan de Jandun. 132 S. Hübscher späterer Halblederband, gebunden von dem Berliner Buchbinder Hans Glöckler. Berlin, Chrétien Fréderic Voss, 1791.
Erste Ausgabe der für die Gemütslage Friedrichs aufschlussreichen Korrespondenz mit seinem verehrten Lehrer Jacques Egide Duhan de Jandun (1685–1746). Friedrich blieb Duhan zeit seines Lebens in Freundschaft eng verbunden. Vorab druckte der Herausgeber die „Elogen“ der Berliner Akademie (S. 8–18) und des Königs selbst (S. 19–36), die nach Duhans Tod 1746 in der Akademie verlesen wurden. Es folgen 11 Briefe des Kronprinzen und 16 Briefe des Königs an seinen alten Lehrer und 2 an dessen Witwe. Nr. 8 enthält den Text des Briefes vom 2. Oktober 1745 (zum Original siehe oben), worin der König Duhan um sofortige Beschaffung einer neuen Reisebibliothek bittet, da ihm diese bei der Schlacht bei Soor durch Plünderung abhanden gekommen sei. Das Schreiben gibt Auskunft über Friedrichs Leseinteressen. – Tlw. unbeschnittenes Ex. auf starkem, bläulichem Bütten. Tadellos.

Preis: 550,- EUR

 

Beccaria, C. Traité des délits et des peines. – Bound with: (Voltaire). Commentaire sur le livre des délits et des peines. Paris, Bastien, 1773. 2 f., XXVIII; 424 p., 2 f.; 93 p., 1 f. Contemporary mottled calf, red morocco label, raised bands richly gilt.
First edition of Chaillou de Lizy’s French translation of this highly influential work on criminal justice in the 18th cent. The book contains also the „Jugement d’un célèbre professeur“ and Beccaria’s answer to the critique. – Voltaire in his commentary gives not only further examples, but also proposes other reforms which were adopted in 1789. In very good condition. – Brunet I, 729; Bengesco II, 1724; PMM 209.

Preis: 680,- EUR

 

Nicolai, Friedrich. Beschreibung einer Reise durch Deutschland und die Schweiz, im Jahre 1781. Nebst Bemerkungen über Gelehrsamkeit, Industrie, Religion und Sitten. 12 Bände. Mit 18 gefalt. Kupfern u. Plänen sowie 6 gefalt. Tabellen (kompl.). Halblederbde d. Zt. mit 2 Rsch. u. Rverg. Exlibris. Berlin und Stettin, Nicolai, 1783–1796.
Erste Ausgabe der selten kompletten Reihe (es fehlen meistens die letzten 3 Bände). Der Berliner Aufklärer, Literat und Verleger Nicolai beschreibt seine siebenmonatige Reise durch Deutschland. Das Werk ist ein bedeutender kulturhistorischer Bericht mit Einzelheiten u. a. über Bevölkerung, Landwirtschaft, Manufakturen, Kunstschätze, Bibliotheken, Kirchen und Klöster. Der Aufklärer Nicolai zeigt sich häufig entsetzt über die Rückständigkeit im katholisch geprägten Süden. Anders sein Eindruck bei seinem Besuch des Klosters St. Blasien und seines weithin berühmten Fürstabtes u. Gelehrten Martin Gerbert (in Bd. XII). Aus der Bibliothek der Prinzessin Pauline von Hohenzollern-Hechingen (1782–1845), mit ihrem Exlibris. In sehr gutem Zustand. – Goedeke IV 1, 502, 21; Raabe, Nicolai, 327; W. J. Kaiser, Martin Gerbert, Nr. 8.1.

Preis: 6800,- EUR

 

Gerlach-Einband – Rilke, Rainer Maria. Der Neuen Gedichte anderer Teil. Kl.-4to. 1 Bl., 3 Bl., 120 S., 2 Bl. Poliertes grünes Kalbleder d. Zt. von Walter Gerlach. In Orig.-Schuber. Exlibris Walter Gerlach. Leipzig, Insel-Verlag, 1923.
Ungewöhnlich attraktiver Einband von Walter Gerlach (1892–1982) mit mehrfarbigen stilisierten Blumenintarsien. Gerlach war Meisterschüler des berühmten Berliner Buchbinders Paul Kersten. 1919 wurde Gerlach Meister. 1924 eröffnete er seine eigene Buchbinderei in Berlin. Er war Mitglied des Vereins „MDE“ (Meister der Einbandkunst e.V.), der 1923 in Leipzig u.a. von Otto Dorfner und Igatz Wiemeler gegründet wurde. Den vorliegenden Einband fertigte Gerlach für sich selbst (siehe Exlibris). Verglichen mit seinen anderen bibliophilen Einbänden, zahlreiche für Rilke-Werke (vgl. den ausgezeichneten Sonderkatalog des Heinrich Heine Antiquariats, „Das Buch als Gesamtkunstwerk I, Walter Gerlach Meister der Einbandkunst – MDE“, Düsseldorf 2008), zählt der vorliegende Einband sicherlich zu seinen besten Arbeiten. – In Bestzustand. – Siehe Abbildung auf Tafel 11.

Preis: 6900,- EUR

 

 

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