Messekatalog

J. A. Stargardt (Stand 53 )
Autographenhandlung · Gegründet 1830 · Seit 1885 im Besitz der Familie Mecklenburg
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Autographen und Urkunden · Auktionen

 


Schiller, Friedrich (1759–1805). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Schiller“. Dresden 4. IV. 1786. 1/2 Seite 4o; die untere Blatthälfte unterhalb der Unterschrift abgeschnitten und von alter Hand ergänzt. Fast nur im ergänzten Teil etwas stock­fleckig.
An seinen Verleger Georg Joachim Göschen in Leipzig, bei dem die von Schiller herausgegebene Zeitschrift „Thalia“ mit einem Vorabdruck aus dem erst im nächsten Jahr vollendeten Drama „Don Carlos“ erschien. „Guten Morgen lieber Goeschen, Meinen lezten Transport denke ich werden Sie erhalten haben. Damit beschließe ich das Heft. Sie werden also den Titel dazu aufsezen. Schiken Sie mir die 2 lezten Bogen vom Karlos sobald sie fertig sind zu. Ich muß sie nach Mannheim absenden. Einige wichtige Drukfehler machen in diesem Hefte einen Artikel Errata nothwendig, den ich schiken will sobald ich die noch übrigen Bogen vom Karlos habe. Da Körners u: Huber auf den nächsten Sontag in Leipzig eintreffen so will ich das übrige biß dahin versparen …“ Der „lezte Transport“ war eine Ende März abgegangene Manuskriptsendung mit dem Schluss des 2. Aktes, der im 3. Heft der „Thalia“ erschien. – Seit Herbst 1785, während seines Aufenthaltes bei seinem Freund Christian Gottfried Körner in Loschwitz, arbeitete Schiller am „Don Carlos“. Die untere, schon in alter Zeit (1. Hälfte 19. Jh.) abgeschnittene und durch zeitgenössisches Schreibpapier ersetzte Blatthälfte trug eine nicht überlieferte Nachschrift Schillers, von der noch das „NB“ am linken Rand erhalten ist. – Aus der Sammlung Künzel. Nationalausgabe Band 24 Nr. 27. – Siehe Abbildung.

Preis: 16000,- EUR

 

Heine, Heinrich (1797–1856). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Dein getreuer Bruder H. Heine“. Paris 28. XI. 1842. 2 Seiten gr.-4o. Mit Siegelspur und Adresse (Poststempel und -vermerke). Ausriss an der Siegelstelle sorgfältig restauriert.
Schöner, gemütvoller Brief an seine Schwester Charlotte Embden in Hamburg, der er zur Verlobung ihrer Tochter Marie mit dem Kaufmann Honoré de Vos gratuliert. „Liebste Schwester! Obgleich mein Kopf wie betäubt ist von starkem Arbeiten, eile ich doch Dir meinen Glückwunsch zu senden. Wie soll ich die Freude aussprechen, die mich beim Empfang Deines lieben Briefes fast bestürzt machte; ich und meine liebe Frau, die den innigsten Antheil an Euch nimmt, wir haben eine sehr vergnügte Stunde genossen. Sie läßt sich Euch allen dringendst empfehlen und für das Portrait das wir erhielten noch besonders danken; sie war außer sich vor Freude als sie es empfing und es paradirt seitdem in unserem Salon, wo es jedem gezeigt und oft bewundert wird. Du bist noch äußerlich und geistig so sehr jung und verheurathest schon eine Tochter und wirst also bald Großmutter werden! Und die alte Gluck“ (die Mutter Betty Heine) „wird Urgroßmutter – aya! Hätte ich nur einen Augenblick mein arm Vaterchen; wie würde der sich gefreut haben! Das ist beständig mein Gedanke und das Glück macht mich traurig! Ich lasse mich der Braut sehr ergebenst empfehlen so wie auch dem Bräutigam. Meinem Schwager danke ich herzlichst daß er mir gleich geschrieben hat und ich gratulire ihm mit großer Freude. – Könnt ich nur auf einige Tage bey Euch seyn! Welch ein Kummer! Es ist aber jetzt nicht möglich. Die Hoffnung daß Marie nach Paris kommen wird, entzückt mich bis in tiefster Seele. Sie wird sich überzeugen, daß sie keinen gewöhnlichen Onkel hat und daß ihre Tante hübsch u. gut ist. – Meine Mutter grüße ich und ich umarme Euch beide; werde dieser Tage an Mutter schreiben. Bin, wie gesagt, vom vielen Arbeiten sehr angegriffen. Hab in diesem Augenblick viel um die Ohren. Ich habe bis Ende Februar vollauf zu thun, die wichtigsten Geschäften, und leider ist mein Kopf krank und manchmal muß ich wider Willen feyern. Ich komme aber durch, und dann will ich für mein Kopfübel etwas anhaltendes thun …“ Heine arbeitete damals am „Atta Troll“. Im August des Vorjahres hatte er Augustine Crescence Mirat geheiratet, die er Mathilde nannte. Im Mai 1842 war es zum großen Hamburger Brand gekommen, in dessen Folge mehr als 20.000 Menschen obdachlos wurden – so auch Heines Mutter Betty. 1843 besuchte Heine die Stadt. Säkularausgabe Band 22 Nr. 918. – Siehe Abbildung.

Preis: 24000,- EUR

 

Kleist, Heinrich von (1777–1811). Eigenhändiges Billett mit Unterschrift. (Berlin) 12. I. 1811. 1/2 Seite 8o. Leicht fleckig.
An seinen Verleger Georg Andreas Reimer. „Ich bitte, lieber Reimer, mir 2 Ex. meiner Erzählungen zu überschicken und auf Rechnung zu setzen HvKleist d 12t Jan 11.“ Der erste Band seiner „Erzählungen“ war zur Herbstmesse 1810 erschienen. In Reimers Kontobuch heißt es an entsprechender Stelle: „14. Jan. 11 / 2 Ex. / 2 Tlr. 12 Gr.“ (Sembdner, Kleists Lebensspuren, Nr. 167). Brandenburger Ausgabe Band IV/3 Nr. 196. – Von größter Seltenheit. – Siehe Abbildung.

Preis: 28000,- EUR

 

Beethoven, Ludwig van (1770-1827). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "Beethoven". (Baden bei Wien) 3.IX.(1825). 1 Seite 4°. Faltspuren, alt unregelmäßig beschnitten.
An Karl Holz, Beethoven seit April des Jahres bekannter Verwaltungsbeamter und Violinist im Schuppanzigh-Quartett, der dem ertaubten Komponisten bei verschiedenen Besorgungen behilflich war. Zunächst mit der Bitte, einen (nicht mehr) beiliegenden Brief vom selben Tag an Friedrich Kuhlau zu übergeben, auf den er am Vortag in champagnerseliger Laune einen Scherzkanon ("Kühl, nicht lau", WoO 191) geschrieben hatte. Kuhlau hatte ihm zuvor ein musikalisches Anagramm auf den Namen Bach vorgelegt. "... Kaum bin ich zu Hause, so fäll[t] mir ein, was ich gestern für eine Schweinerey mag niedergeschrieben hab[en] -- übergebt das dem Kühlau -- alles übr[i]ge wißt ihr -- schreibt baldigst, oder kommt donnerstags Feiertags heraus, schreibt aber vorher - fragt ob die Köchin sich auch auf's wildpret versteht, damit sie in meinen jagdrewieren schalten u. walten für mich kann -- bey Karl wird es noch beßer seyn, bloß bey'm Atrappér zu drohen mir es zu sagen - eilt euch prestissimo mit allem - bloß bey der Freundschaft denk[t] euch allzeit mich als cantum Fermum -- ..." Holz hatte ihm versprochen, sich um eine neue Haushälterin zu bemühen, und vermittelte auch in dem schwierigen Verhältnis Beethovens zu seinem Neffen Karl. - Verso zwei eigenhändige Vermerke Beethovens: "Der widergefundene fl. -" und "am 3ten septemb[er]". Briefwechsel Band 6 Nr. 2052.

Preis: 75000,- EUR

 

 

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