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Antiquariat Franz Siegle GmbH (Stand 16 )
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Alte Medizin · Homöopathie · Alte Naturwissenschaften und Technik · Interessante Bücher des 15. bis 20. Jahrhunderts

 


Tanz der Gerippe 1493 – Holzschnitt aus der lateinischen Ausgabe der Schedelschen Weltchronik, Nürnberg, Koberger, 12. Juli 1493. Auf der vollen Buchseite. Größe des Holzschnitts: 19,5 × 22,5 cm. Blattgröße: 43,5 × 31 cm.
Berühmter großer Totentanz-Holzschnitt, „der künstlerisch eine sehr gute Leistung darstellt” (Schramm XVII, S. 7, Abb. 567). „Dieser Totentanzholzschnitt dürfte das beste Mittelglied zwischen dem ‚Heidelberger Dotendanz mit figuren‘ und den Darstellungen der Zeit Dürers darstellen” (Oppermann 1125b). – Gering fleckig, 1 kleines Wurmloch; insgesamt kräftiger und sauberer Druck. – Kat. Mensch und Tod, Düsseldorf 1989, Nr. 1143, Abb. 1. Schmidt-Glintzer u. a., „Ihr müsst alle nach meiner Pfeife tanzen”. Ausst.-Kat. Wolfenbüttel/Schweinfurt, Nr. 2 (deutsche Ausg. 23. Dez. 1493).

Preis: 1300,- EUR

 

Seyffer, August (Lauffen am Neckar 1774–1845 Stuttgart). Suite von 6 Radierungen von A. Seyffer nach Zeichnungen von Martin von Molitor. In der Platte num. (1–6), nicht datiert (wohl 1804). Je ca. 13 × 18 cm (Blattgr.: 25 × 34,5 cm).
Reizende vollständige Folge von Landschaften mit figürlicher Staffage. – August Seyffer besuchte die Hohe Karlsschule und war ein Schüler Johann Gotthard Müllers am Stuttgarter Kupferstecherei-Institut, das auf Initiative Carl Eugens eingerichtet worden war. 1802 unternahm er eine Studienreise nach Wien und wurde bei Martin von Molitor ausgebildet. – Im Jahr 1822 wurde er Inspektor des königlichen Kupferstichkabinetts. – Verso mit Sammlerstempel „AR” (August Riedinger, Lugt 167). Ferner Stempel der Sammlung W. Denzel. – Nagler XVIII, 334: „Die Folge von 6 Blättern nach Molitor machte ihn als Radierer sehr vorteilhaft bekannt”. – Siehe Abbildung auf Tafel 9.

Preis: 1400,- EUR

 

Semmelweis, Ignaz. Dasselbe in: Zeitschrift der k. k. Gesellschaft der Aerzte zu Wien, Jg. VI, Seiten 107–117. – Die hier komplett vorliegenden Jahrgänge VI und VII/1 der Zeitschrift enthalten weitere wichtige Arbeiten, u. a. a) Kiwisch von Rotterau, F., Einige Worte über die von Skoda veröffentlichte Entdeckung des Dr. Semmelweis, die Entstehung des Puerperalfiebers betreffend (S. 300–306); b) Protokoll vom 15. Mai 1850 (S. CXXXVII-CXL); c) Protokoll von 18. Juni 1850 (S. CLXVI-CLXIX); d) Protokoll vom 15. Juli 1850 (S. II-X, in Jg. VII/1). Pappbände der Zeit mit Rückenschild. Wien, Kaulfuss Witwe, Prandel & Comp., 1850.
Die Protokolle vom 15. Mai, 18. Juni und 15. Juli 1850 enthalten die wohl einzigen gedruckten Vorträge von Semmelweis! Diese sind allerdings nur durch das Protokoll des Sekretärs der Ärztegesellschaft erhalten, da Semmelweis auswendig sprach und keine Druckvorlage anfertigte! – Die Angriffe Scanzonis (Würzburg) und Seyferts (Prag) auf Skodas wichtige Arbeit „mögen bewirkt haben, daß Semmelweis sich endlich äußerte – noch immer nicht schriftlich, wohl aber in drei Vorträgen, die er im Sommer 1850 vor der Wiener Gesellschaft der Ärzte hielt” (siehe Benedek 145f. ausführl.). – Murphy, p. 656.

Preis: 1500,- EUR

 

Semmelweis, Ignaz. – Skoda, Joseph. Über die von Dr. Semmelweis entdeckte wahre Ursache der in der Wiener Gebäranstalt ungewöhnlich häufig vorkommenden Erkrankungen der Wöchnerinnen, und des Mittels zur Verminderung dieser Erkrankungen bis auf die gewöhnliche Zahl. Seiten 168–182 in: Sitzungsberichte der kaiserl. Akad. d. Wissenschaften, Jg. 1849, Heft 8. Orig.-Umschlag. Wien, k. k. Hof- und Staats-Druckerei, 1849.
Erstdruck. – Der Vortrag Skodas, des berühmten Wiener Professors, vor dem höchsten wissenschaftlichen Forum des Landes, war der erste große Bericht über die Entdeckung von Semmelweis und gleichzeitig eine Verteidigung seiner Lehren! – Die vorliegende Abhandlung dokumentiert das Verdienst der Koryphäen der Wiener Medizinischen Schule, dem rede- und schreibscheuen Semmelweis bei der Durchsetzung und Verteidigung seiner Entdeckung zu helfen. Bis zum Erscheinen von Semmelweis’ Hauptwerk vergingen dann noch einmal elf Jahre. – Umschlag gebräunt, wenig stockfleckig. – Murphy, p. 656.

Preis: 1500,- EUR

 

Semmelweis, Ignaz. – Gesammelte Werke. Hrsg. und zum Teil aus dem Ungarischen übers. von T. von Györy. Mit 2 Tafeln. VI, 1 Bl., 604 Seiten. Orig.-Umschlag. Jena, G. Fischer, 1905.
Erste Gesamtausgabe. – Garrison/Morton 82.1. Murphy, p. 689.

Preis: 500,- EUR

 

Semmelweis, Ignaz. – I. Zwei offene Briefe an Dr. J. Spaeth, Prof. der Geburtshilfe an der k. k. Josefs-Akademie in Wien und an Hofrath Dr. F. W. Scanzoni, Professor der Geburtshilfe zu Würzburg. 21 Seiten. Pest, Emich, 1861. – II. Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. Eduard Casp. Jac. von Siebold, Professor der Geburtshilfe zu Göttingen und an Hofrath Dr. F. W. Scanzoni, Professor der Geburtshilfe zu Würzburg. 40 Seiten. Pest, Emich, 1861. – III. Offener Brief an sämmtliche Professoren der Geburtshilfe. Ofen, königl. ungar. Univ.-Buchdruckerei, 1862. Orig.-Umschläge in Leinen-Kassette.
Mit diesen leidenschaftlichen „Offenen Briefen”, zunächst an Spaeth und an Scanzoni, dann an Siebold und wiederum an Scanzoni, schließlich an sämtliche Professoren der Geburtshilfe, „flüchtete Semmelweis in die Öffentlichkeit, um dem hartnäckigen Ignorieren seiner Lehre durch die berühmtesten Fachlehrer Einhalt zu tun” (Neufforge). – Sehr gut erhaltene Exemplare in den Originalumschlägen, 2 davon mit leichter Faltstelle; nur geringe Gebrauchsspuren. – Murphy, p. 666f. – Mit allen drei Verteidigungsschriften sehr selten, zumal in diesem guten Zustand. – Siehe Tafel 9.

Preis: 5000,- EUR

 

Lenau, Nicolaus. Eigenhändiges Gedichtmanuskript mit Unterschrift „Niembsch (Lenau”). 4 Seiten. 8°. Um 1833.
„Die Heidelberger Ruine”. – Hochromantisches Gedicht auf das Heidelberger Schloß, bestehend aus 23 Strophen zu je 4 Zeilen. Frühe Niederschrift, zeigt noch erhebliche Abweichungen von der späteren Druckfassung (beiliegt ein 4-seitiges Manuskript mit Stempel des Autographenhändlers Richard Bertling, Dresden, 1851–1922) mit einem Verzeichnis der Varianten gegenüber der späteren Druckfassung. – Das Gedicht gehört zu den im Brief vom 5. 3. 1833 an Emilie Reinbeck als in Amerika entstanden angeführten. Es dürfte schon früher konzipiert worden sein, vielleicht bereits 1831. Lenau hielt sich 1831/32 zur Vollendung seines Medizinstudiums in Heidelberg auf (siehe Hist.-krit. Gesamtausgabe, hrsg. von Zeman/Ritter, Bd. I).

Preis: 6500,- EUR

 

Semmelweis, Ignaz. – Die Aetiologie, der Begriff und die Prophylaxis des Kindbettfiebers.VI, 543 Seiten. Mod. Halblederband mit Rückenschild. Pest, Wien und Leipzig, Hartleben, 1861.
Erste Ausgabe; „one of the epoch-making books in medical literature” (Garrison/Morton). – In diesem großen Werk teilt Semmelweis seine Erfahrungen seit 1847 mit „und die daraus mit zwingender Notwendigkeit zu schließende Entdeckung, die Entdeckung nämlich: daß die Ärzte selbst es waren, die mit ihren ‚ungewaschenen‘ Händen die tödliche Krankheit übertrugen!” (Neufforge, Über den Versuch einer deutschen Bibliothek, 522f.). – Name a. d. Titel, gering fleckig. 2 Bll. Inhalt (Seiten 541–43) am Ende in Faksimile. – Murphy, p. 665 („Often quoted, seldom read”). Carter/Muir, Bücher die die Welt verändern, 316 b2.

Preis: 8500,- EUR

 

Semmelweis, Ignaz – Hebra, Ferdinand von. Höchst wichtige Erfahrungen über die Ätiologie der in Gebäranstalten epidemischen Erfahrungen. Seiten 242–244 in: Zeitschrift der k. k. Gesellschaft der Aerzte zu Wien, Jg. IV, Heft 9 (Dez. 1847). Vorliegt der komplette Jahrgang in 2 Pappbänden der Zeit mit Rückenschild. Wien, Kaulfuss Witwe, Prandel & Comp., 1847.
Erstdruck der ersten Erwähnung von Semmelweis’ epochemachender Entdeckung des septischen Charakters des Kindbettfiebers. Ganz ohne Zweifel eine der hervorragendsten Großtaten in der Geschichte der Medizin. – Im Jahr danach erschien noch eine 2-seitige Fortsetzung. – Murphy, p. 654. Carter/Muir, Bücher die die Welt verändern, 316 b.

Preis: 8500,- EUR

 

 

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