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Antiquariat Franz Siegle GmbH (Stand 20 )
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Alte Medizin · Homöopathie · Alte Naturwissenschaften und Technik · Interessante Bücher des 15. bis 20. Jahrhunderts

 


Swedenborg, Emanuel. Diarium spirituale. 7 Teile. Und: De justificatione, opusculum posthumum, gebunden in 4 Bänden. Nunc primum editit J. F. I. Tafel. Mit einem zusätzlich eingebundenen Porträt Swedenborgs, gestoch. von Battersby 1786. Dunkelgrüne Lederbände der Zeit mit goldgeprägtem Sternenmuster auf dem Rücken und beiden Deckeln, Steh- und Innenkantenvergoldung sowie dreiseit. Goldschnitt. Tübingen und London, Verlagsexpedition und Newbery, 1843–1860.
„Das für das Verständnis Swedenborgs wichtige Werk aus seiner bedeutendsten Schaffensperiode [1747–1763] zeigt, wie sehr apokalyptische Erlebnisse und Visionen ihn jahrelang erfüllt haben. Schon in den ‚Arcana coelestia (Himmlische Geheimnisse)‘ spricht er von einem Jüngsten Gericht in der Endzeit der christlichen Kirche“ (KLL 16, 219). – „Es ist ein privates, nicht zur Veröffentlichung bestimmtes Tagebuch besonderer Art … Wohl setzt sich ein großer Teil dieses Werkes aus philosophischen und religiösen Betrachtungen zusammen, doch bilden den Hauptteil Aufzeichnungen anderer Art, nämlich Berichte von Visionen, von Träumen, Entraffungen, Erleuchtungen, Evidenzerlebnissen und Inspirationen … S. schrieb hier auch ohne die Zurückhaltung, deren er sich in den für die Veröffentlichung bestimmten Schriften befleissigte. Kurz, das Tagebuch enthält die visionäre Urform, die er für seine gedruckten Schriften erst stilisierte und zuschliff … Einblick in einer kaum fassliche Mannigfaltigkeit der religiösen Erfahrung … lauter Dinge, die für die Erkenntnis der Eigentümlichkeiten seiner Erfahrungen von grösster Bedeutung sind und die in den gedruckten Memorabilien meist unerwähnt bleiben“ (E. Benz, Swedenborg, S. 298ff.). – Pars VII/3 (continens narratiunculas de vitis hominum in diario E. Swedenborgii commemoratorum; quibus adjecta est genealogia familiae nobiles Swedenborgiae, 44 S., 1859) hier nicht eingebunden (fehlt ebenfalls im Ex. der Staatsbibl. Berlin). – Teils etwas stockfl., Einbandkanten stellenw. berieben, insgesamt jedoch sehr gutes, dekorativ gebundenes Exemplar. – Sehr selten!

Preis: 1800,- EUR

 

Gärtner, Joseph (und Karl Friedrich). De fructibus et seminibus plantarum. 2 Bände. Mit 180 Kupfertafeln. 6 Bll., CLXXXII Seiten, 1 Bl., 384 Seiten, 4 Bll.; LII Seiten, 2 Bll., 520 Seiten, 1 Bl. 4°. Mod. Leinenbände. Stuttgart und Tübingen, Typis Acad. Carolinae (Bd. I) und W. H. Schramm (Bd. II) für den Verfasser, 1788–1791.
Erste Ausgabe; selten. – Gärtners klassische „Karpologie“; „ist heute trotz seines Alters noch das begehrte Fundamentalwerk für die Kenntnis der Früchte und Samen. Besonders geschätzt sind die Tafeln“ (Junk, Rara, S. 151). Von der Pariser Akademie als eines der besten botanischen Werke der Zeit bezeichnet. – Stempel a. d. Titel; Exlibris. Titel und letzte Tafel von Bd. I in den Ecken leimschattig, Bd. 2 zu Beginn und am Ende wasserrandig. – Ohne den erst 1807 nach Gärtners Tod erschienenen Supplementband, bearb. von seinem Sohn Karl Friedrich, ebenfalls Arzt im württembergischen Calw. – Nissen 682. DSB 5, 216ff. Hunt II, 697 („important for its analysis of plant-parts and its contribution to plant-classification“). Schwäbische Lebensbilder III, 182ff.

Preis: 3400,- EUR

 

Hölderlin, Friedrich. Sämmtliche Werke hrsg. von Chr. Theodor Schwab. 2 Teile in 1 Band. XIV Seiten, 1 Bl., 213 Seiten, 1 Bl., 148 Seiten, 1 Bl. Druckfehler; VI, 352 Seiten, 1 Bl. Druckfehler. Roter Halbmaroquinband der Zeit mit geprägten Glanzpapier-Deckelbezügen, diese mit breiten goldgeprägten Bordüren. Stuttgart und Tübingen, Cotta, 1846.
Erste Gesamtausgabe in einer Vorzugsausgabe auf starkem Velin aus der Sammlung von Emanuel Stickelberger (Exlibris). – Etwas stockfl., Kanten leicht bestoßen. – Goed. V, 472, 4. – Prachtvoll gebunden. – Siehe Abbildung auf Tafel 10.

Preis: 4600,- EUR

 

Freud, Sigmund. Gesammelte Schriften. 12 Bände. Unter Mitwirkung des Verfassers hrsg. von Anna Freud (1–12), A. J. Storfer (1–11), Otto Rank (4, 5, 7, 8 und 10) und Robert Wälder (12). Mit 6 Porträts, 4 Tafeln und einigen Textabb. 4°. Gelbe Orig.-Halb-Saffianlederbände mit schwarzen Rückenschildchen und goldgepr. Rückentitel (Orig.-Umschläge eingebunden). Leipzig-Wien-Zürich, Internationaler Psychoanalytischer Verlag, 1924–1934.
Erste Gesamtausgabe. – Vorzüglich ausgestattete Ausgabe, gedruckt auf Büttenwerkdruck-Papier. Der Käufer konnte unter vier verschiedenen Einbandarten wählen; die hier vorliegende war die zweitteuerste (280 Mark). Dieser Aufwand brachte die ohnehin schlechte finanzielle Situation des Verlages in zusätzliche Bedrängnis. „Die Ges[amt-] Ausgabe war – wie ich vorhergesagt – ein unsinniges Unternehmen. Ich glaube, es sind wenig über hundert Exemplare abgesetzt worden (Auflage 3000!)“ (S. Freud in einem Brief an Ferenczi vom 1. Dez. 1925). – Weitere Details zur Editionsgeschichte finden sich bei Grubrich-Simitis, Zurück zu Freuds Text, S. 47ff. (liegt der Gesamtausgabe bei). – Schönes, attraktiv gebundenes Exemplar.

Preis: 4800,- EUR

 

Zille, Heinrich. Zwanglose Geschichten und Bilder. Mit 48 (davon 17 ganzseit.) Orig.-Lithographien von H. Zille. Folio. Orig.-Halbleinen mit Original-Lithographie a. d. Vorderdeckel, als Blockbuch gebunden. Berlin, Fritz Gurlitt, 1919.
Eins von 200 (Gesamtaufl.: 250) num. Exemplaren auf chamoisfarb. Bütten; Druckvermerk und die Original-Lithographie „Zille im Regen zeichnend“ (Rosenbach 61) vom Künstler eigenhändig signiert. – Die Texte wurden von Zille selbst verfasst und im Lauf des Jahres 1919 auf den Stein gezeichnet. – Die Neuen Bilderbücher, II Folge. – „Zille resümiert in diesem Zyklus seine Themen aus vier Jahrzehnten künstlerischer Tätigkeit. Er behandelt die Problematik der Großstadt, wie er sie sah: Kriminalität, Prostitution, Arbeitslosigkeit und Wohnungselend im damaligen Berlin. Der Zyklus, zu dem Zille auch die teils autobiographischen Texte schrieb, schildert in der Form kurzer Geschichten und auf literarisch-reportagehafte Weise die Zustände in ‚seinem Milljöh‘ … Die ‚Zwanglosen Geschichten und Bilder‘ zeigen einen bedeutenden Ausschnitt aus diesem Erfahrungsschatz des Künstlers. Er hat diese Bilder und Texte, das hebt sie über die naturalische Milieuschilderung weit hinaus, an der Grenze von ‚Dichtung und Wahrheit‘ angesiedelt.“ (http://presseservice.pressrelations.de, anlässlich der Sonderausstellung des Heinrich-Zille-Museum in Berlin 2003/04). – Schönes Exemplar. – Rosenbach 59–107. Oschilewski IV, 11. Hayn-Gotendorf IX, 640.

Preis: 5000,- EUR

 

Weitbrecht, Georg Konrad (1796–1836) – Album mit 104 eingeklebten originalen Bleistift- und Tintenskizzen auf 17 Blättern. 48 x 65 cm. Pappband der Zeit.
Großes Skizzenbuch des bekannten württembergischen Bildhauers des Frühklassizismus, einem der bedeutendsten Schüler Johann Heinrich Danneckers, der ihn zwischen 1813 und 1814 unterrichtete. Berühmt durch sein Jahreszeiten-Relief im Landhaus von König Wilhelm I. von Württemberg, Schloss Rosenstein in Stuttgart. Als Lohn und Anerkennung erhielt Weitbrecht von Wilhelm I. einen 2jährigen Italienaufenthalt, wo er u. a. in Rom bei Thorvaldsen die Marmorarbeit lernte. – Der „1836“ datierte Band enthält zahlr. Körperstudien für Friese, Skulpturen, Statuen, Standbilder, Reliefs, darunter große und kleine Pausbilder auf Pergamin, meist aber auf Papier oder blauem Karton. Vorhanden ist u. a. eine Studie des Apoll von Belvedere (mit Vermerk „im August 1821 gezeichnet“), Entwurf für einen Barockbrunnen mit Putten, bukolische Hirten- und Landszenen, Tympana-Motive für Kirchenportale, ein gotisches Altarretabel, ein Knabe mit Pferd, antikisierende Schlachtenszenen, Reiterkämpfe und vieles mehr. Die größten Blätter messen 35 x 85 cm, die kleinsten ca. 16 x 12 cm. Neben Bleistiftzeichnungen sind auch teils lavierte Federzeichnungen enthalten. Wenige Blätter sind vom Künstler in Bleistift bzw. Tinte signiert „Conrad Weitbrecht invenit“, „C. Weitbrecht fec. 1825“, einige bezeichnet, wenige datiert (ca. 1820 bis 1836). – Teils mit Gebrauchsspuren, teils auch fleckig. – Hochinteressante Skizzen-Sammlung Weitbrechts, dem „das württembergische Kunstgewerbe einen neuen Stil ‚maßvoller Idealität‘ (Baumhauer) verdankt“ (A. Schahl). – Siehe Abbildung und Tafel 10.

Preis: 6500,- EUR

 

 

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