Messekatalog

Antiquariat Rainer Schlicht (Stand 63 )
Cauerstr. 20 · 10587 Berlin (Charlottenburg) · Tel. +49 (0)30 341 77 35 od. +49 (0)173 362 68 84
Ladengeschäft während der Bayreuther Festspiele vom 25. Juli bis 28. August:
Antiquariat Rainer Schlicht (in der Funkhauspassage) · Richard-Wagner-Str. 22 · 95444 Bayreuth
E-Mail: schlicht.buch@t-online.de · Internet: www.antiquariat-schlicht.de

Seltene und schöne Bücher · Graphik · Musik (speziell Richard Wagner und Bayreuther Festspiele)

 


Hoffmann, Ernst Theodor Amadeus. Lebens-Ansichten des Katers Murr nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern. Herausgegeben von E. T. A. Hoffmann. 2 Bände. Berlin, Ferdinand Dümmler, 1820–1822. Ca. 17 x 10,5 cm. XII Seiten, 400 Seiten; Titelblatt, 406 Seiten. Dekorative Halblederbände im Stil der Zeit mit Rückenvergoldung, goldgeprägten Rückenschildern und Lesebändchen.
Erste Ausgabe. Goedeke VIII, 495, 48. Kanten leicht berieben, Deckel gering lichtrandig, die letzten 70 Seiten von Band 2 unten mit schmalem schwachen Wasserrand, nur teilweise etwas gebräunt bzw. stockfleckig.

Preis: 1480,- EUR

 

Kant, Immanuel. Critik der reinen Vernunft. Riga, Johann Friedrich Hartknoch, 1781. Ca. 20,3 x 12,5 cm. 12 Blätter, 856 Seiten. Halblederband der Zeit auf 5 Bünden mit Rückentitel, Lederecken und Farbschnitt.
Erste Ausgabe eines der Hauptwerke der philosophischen Weltliteratur. Warda 59. Nur die hier vorliegende Erstausgabe enthält den ursprünglichen Text, alle nachfolgenden Ausgaben gehen auf die zweite veränderte Auflage von 1787 zurück. Mit alter Korrektur (schwarze Tinte) auf dem Rand der Seite 379 („sceptisch“ zu „specifisch“), Paginierungsfehler 672 statt 673, 834 statt 734 und 835 statt 735. Einriss am oberen Kapital unauffällig hinterlegt, Einband berieben, Überzugspapier beschabt, Ecken bestoßen, Vorsätze mit Lederabklatsch, vorderer fliegender Vorsatz mit kleiner Eckfehlstelle, wenige Blätter mit Anflug von Stockflecken.

Preis: 22000,- EUR

 

Kant, Immanuel. Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf. Königsberg, Friedrich Nicolovius, 1795. Ca. 18,8 x 11,5 cm. 104 Seiten. Interimsbroschur der Zeit.
Erster Druck der ersten Ausgabe, mit dem bei Warda genannten Kennzeichen (Kustode „Welt“ auf Seite 3). Warda 154. Carter-Muir 226. „In der politischen Schrift ,Zum ewigen Frieden’, die bei ihrem Erscheinen starke Beachtung fand, stellte Kant sechs Präliminarartikel und drei Definitivartikel zum ewigen Frieden der Staaten auf … Der ewige Friede ist nicht ein utopisches Ideal, sondern die Idee einer moralisch-praktischen Aufgabe für die Politik, die innere und äußere“ (Ziegenfuß). Rücken mit Fehlstellen, Titel mit Besitzeintrag in Tinte. Unbeschnittenes Exemplar.

Preis: 2200,- EUR

 

Kiesler, Friedrich. Internationale Ausstellung neuer Theatertechnik. Katalog-Programm-Almanach. Herausgegeben von Friedrich Kiesler. Wien, Kunsthandlung Würthle & Sohn Nfg., 1924. Ca. 23 x 16,5 cm. 80 Seiten (Text), 33 nn. Seiten (Anzeigen), mit zahlreichen Abbildungen und einer Farbtafel. Illustrierter Original-Halbleinenband mit typographisch-konstruktivistischer farbi­ger Um­­schlaggestaltung von Kiesler (Signet „MTFW“).
Erste Ausgabe der bedeutenden Dokumentation progressiver Theatergestaltung. Lang, Konstruktivismus 28 (mit Abb.); Das A und O des Bauhauses, S. 230 (mit Abbildung eines Ausstellungsraumes). Offizielles Bulletin der im Rahmen des „Musik- und Theaterfestes Wien“ unter Mitwirkung der „Gesellschaft zur Förderung moderner Kunst in Wien“ durchgeführten Ausstellung. In der hier dokumentierten Wiener Ausstellung stellte Kiesler mehr als 100 internationale Theaterkonzepte vor. Mit Beiträgen von Yvan Goll, Friedrich Kiesler, Fernand Léger, Marinetti, Kurt Schwitters, Herwarth Walden, William Wauer u. a. Mit Bühnenbildern von Chagall, Exter, Léger, Man Ray etc. Der Almanach in Anlehnung an Bauhaus-Typographie von Friedrich Kiesler (1890–1965) gestaltet. Nach seinem Erfolg mit dem Bühnenbild für Karel Capeks „W.U.R.“ 1923 in Berlin kam er in Kontakt mit Künstlern wie Hans Richter, Theo van Doesburg, László Moholy-Nagy und El Lissitzky. 3 Seiten der beiden Vorsatzblätter bedruckt (Seite 1 auf dem vorderen fliegenden Vorsatz). Einband berieben und etwas (stock-)fleckig, Ecken leicht bestoßen, Vorsätze leicht stockfleckig, Name auf Vorsatz.

Preis: 3200,- EUR

 

May, Karl. Eigenhändiges ganzseitiges Gedicht. Radebeul, den 15. 4. 1897. Auf Doppelblatt (ca. 22 x 14 cm).
Unveröffentlichtes Gedicht (mit der Datierung insgesamt 13 Zeilen) an eine unbekannte Empfängerin (Idchen/Ida), der Karl May für die Übersendung von Bildern (Old Shatterhand und Winnetou) dankt: „Was sind das doch für schöne Bilder! / Old Shatterhand mit grimmen Bart, / Und Winnetou, viel schöner, milder, / Senkt seinen Blick nach Frauenart. …“ Unterschrieben mit „Shatterhand“. Auf der letzten Seite der gedruckten Bitte für eine Einsendung von Bildern für sein Leseralbum. Knick- und Faltspuren.

Preis: 2400,- EUR

 

Beethoven, Ludwig van. Sinfonie mit Schluss-Chor über Schillers Ode an die Freude für grosses Orchester, 4 Solo- und 4 Chor-Stimmen componirt und seiner Majestaet der König von Preussen Friedrich Wilhelm III. in tiefster Erfurcht zugeeignet. 125tes Werk. Leipzig, Fr. Kistner & C. F. W. Siegel, 1924. Ca. 39 x 38 cm. 201 beidseitig bedruckte, faksimilierte Blätter, 1 Blatt. Grüner Original-Leinenband mit Rücken- und Deckelvergoldung sowie Kopfgoldschnitt.
In kleiner Auflage im Lichtdruckverfahren hergestellte Faksimile-Ausgabe der Handschrift der Neunten Sinfonie. Aus dem Impressum: „Die Original Handschrift Beethovens, die in Berlin aufbewahrt wird, besteht aus einem gebundenen Band sowie einer größeren Anzahl von Einzelblättern verschiedenen Formates. Die vorliegende Faksimile-Ausgabe, die alle Einzelteile in Originalgrösse zusammenfasst, wurde mit Bewilligung der Preussischen Staatsbibliothek im Jahre 1924 von der Firma C. G. Röder GmbH, Leipzig für den Fr. Kistner & C. F. Siegel Verlag, Leipzig hergestellt.“ Mit lose beiliegendem kalligraphiertem Widmungsblatt des Cölner Männergesang-Vereins für den Chordirgenten Wilhelm Pitz (Köln, den 11. Mai 1957).

Preis: 2400,- EUR

 

Liszt, Franz. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „F. Liszt“ in deutscher Sprache. Weimar 5. Oktober 1882. 2 Seiten auf Doppelblatt, ca. 22 x 14,2 cm.
An einen Herrn (wohl ein Verleger) über seinen „Parsifal-Marsch“. „… Wie ich Ihnen vorige Woche mündlich sagte, stelle ich für den Parsifal Marsch kein anderes Honorar als das, welches mir seit 3 Jahren, von mehreren Verlegern, Namens Kistner, Hainauer, Simon, Ricordi, Jürgeson, für meine Transcriptionen, zukommt. Dass dieser Parsifal Marsch keine gewöhnliche Abschreiberei der Wagner’schen Motive ist, sondern eine bescheidene, selbständige Bearbeitung, meine ich: und überlasse den Sachverständigen dasselbe zu meinen. Vide Seite 1, dann die Weiterführung und den Schluss …“ Papier leicht gebräunt, horizontale und vertikale Falzknicke.

Preis: 3200,- EUR

 

Mendelssohn Bartholdy, Felix. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift an einen Unbekannten. London, 28. April 1847. 1 Seite. Ca. 18 x 11,2 cm.
Geschrieben während seiner letzten England-Reise: „My dear Sir / If you will do me the favour / to call to-morrow (Thursday) / morning at 10 o’clock I shall / be most happy to play some of / the ,Lieder ohne Worte’ to you & am very truly. 28. April 1847 Felix Mendelssohn Bartholdy.“ Vollständig abgedruckt in den Sämtlichen Briefen, Band 12 (Nr. 5739). Etwas gebräunt, Montierungsspuren bzw. leichte Flecke verso.

Preis: 4800,- EUR

 

Wagner, Richard. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Rich. Wagner“. Bayreuth, 14. Dez. 1878. 1 Seite (ca. 19,7 x 12,4 cm) auf Doppelblatt.
Wagner-Briefe-Verzeichnis (WBV) 8094. An seinen Freund, den Weimarer Komponisten und Wagner-Interpreten Eduard Lassen. Über die Besetzung des Orchesters für das Vorspiel zum „Parsifal“ mit geliehenen Musikern der Weimarer Hofkapelle. „… Soeben gelangt das Bekenntniß an mich, dass der hiesige (zum 3ten bestimmte) Fagottist schwach ist. Also: Weimar. Ebenso noch ein Hoboist! Ich stelle dann von hier nur einen (3ten) Hoboe-Bläser, Sie dagegen – also mit Hilfe Weimars – zwei Hoboe-Bläser und einen Englischen Hornbläser. Es thut mir leid, dass wir für das letztere Instrument Ihren ersten Hoboisten verwenden müssen; sie werden ersehen, dass die Hoboe im Vorspiel wirklich zu singen hat …“ – Wagner wollte Cosima mit einer Aufführung des Vorspiels am 25. Dezember überraschen. Die Proben fanden mit Musikern aus Meiningen und Weimar heimlich im Saal des „Hotels zur Sonne“ statt. Geschrieben mit violetter Tinte (sog. Parsifal-Tinte). Alte Faltspuren.

Preis: 6800,- EUR

 

Wagner, Richard. Eigenhändiges Musikmanuskript. 12 Takte aus „Siegfried“, links oben mit Vortragsbezeichnung „Andante“. Geschrieben mit schwarzer Tinte wohl um 1870. Ca. 13,5 x 24 cm (Blattformat).
Am oberen Rand Eintrag von fremder Hand in Tinte: „Veränderter Entwurf eines Thema’s aus ‚Siegfried‘ / Originalmanuscript von R. Wagner im Besitze von / Generaldirector H. Levi in München.“ Vertikale Faltspur. – Siehe Abbildung.

Preis: 15800,- EUR

 

 

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