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Antiquariat Meinhard Knigge (Stand 28 )
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Naturwissenschaften · Technik · Handwerk · Architektur · Eisenbahn

 


Barkhausen, [Philipp] Georg [Karl Erhard]. Beobachtungen über den Säuferwahnsinn oder das Delirium tremens. Bremen, J. G. Heyse, 1828. 8vo. (20,6 × 12,2 cm). 4 Bl., 243, (1) S. Pappband d. Zt.
„Es ist dies eine treffliche Arbeit, welche von den Fachmännern noch nach Jahrzenten zu den besten Werken über die genannte Krankheit gezählt wurde.” (Brem. Biogr. 19. Jhdt., S. 23). – Die ersten ca. 120 S. behandeln die Krankheit im Allgemeinen, es folgen 25 Fallstudien.

Preis: 1000,- EUR

 

Ferrand, J. Constructions en fer et en bois. Charpentes mixtes en fer, fonte & bois. Charpentres décoratives pour ateliers, magasins, halles … etc. Publié sous le patronage de M. [Jean Charles Adolphe] Alphand. Mit 100 farbig lithogr. Tafeln. Paris, J. Baudry, [1881]. Folio. (34,8 × 26,1 cm). 32 S. Halblederband d. Zt.
„Le Charpentier-Serrurier au XIXe siècle”. – Diese Zusammenstellung von größtenteils ausgeführten Bauten aus Frankreich gibt einen hervorragenden Überblick über die Gestaltungsmöglichkeiten von kombinierter Holz- u. Eisenarchitektur im 19. Jahrhundert.

Preis: 1200,- EUR

 

Auberlen, Ferdinand. Die Juwelier-, Gold- und Silber-Arbeiter-Kunst in allen ihren Verrichtungen nach dem neuesten Zustande. I. (und II.) Theil in 1 Band. Mit 3 (2 gefalt.) lithogr. Tafeln. Ulm, J. Ebner, 1840. 8vo. (18,9 × 11,0 cm). 1: VIII, 160 S. 2: XVI, 312 S. Leinwandband d. Zt.
1: Die Juwelierkunst und Edelsteinkunde. – 2: Die Gold- und Silber-Arbeiterkunst. – Einzige Ausgabe des Werkes des aus Fellbach stammenden in Vaihingen an der Enz tätigen Goldschmiedemeisters Auberlen. – Teil 1 beschreibt die Gegenstände des Juweliers vom Diamanten bis zum Bernstein u. der Koralle. Teil 2 widmet sich der Bearbeitung von Gold u. Silber, gibt Rezepte für Emaillearbeiten, behandelt Tiegel, Kräzmachen u.a.

Preis: 1400,- EUR

 

Mayer, Franz Joseph. Schriften über Pädagogik und Didaktik verfertigt von Franz Joseph Maÿer Schulinspektor in Rothweil im Jahr pro 1808.; und von mir Martin Sprich zu Entenschwand wiederum nun abgeschrieben im Jahr 1819. Deutsche Handschrift mit Tinte auf Bütten. Klein-4to. (20,8 × 17,0 cm). Titel, 156 nummerierte Blatt, 3 nicht nummerierte bzw. beschädigte, nicht mehr leserliche Blatt, davon die letzten 3 Seiten mit wiederum lesbarem Register. Einband d. Zt. mit Holzdeckeln.
Die „Schriften” enthalten 494 Paragraphen, eine stringente Gliederung ist jedoch nur schwer zu erkennen, einige Strukturen lassen sich aber doch entnehmen. Nach der Einleitung folgt ein erster Teil „Begriff der Erziehung” mit den Untertiteln „Kenntniß des Zöglings” u. „Kenntniß von den Bedingungen unter welchen der Zögling da ist”. Ein zweiter Teil behandelt die „Eigentliche Erziehungslehre” mit den Unterteilen „Bürgerliche” sowie „Intellektuelle Erziehung”. Anschließend über Glaubens- und Sittenlehre sowie Belohnen und Bestrafen. – Die Didaktik befasst sich u.a. mit der „Allgemeinen” u. „Besonderen Unterrichtslehre”. – Der aus Rottweil gebürtige F. J. Mayer wurde 1795 zum Priester geweiht u. widmete sich während seiner Zeit als Vikar auch der Kirchenmusik. 1799 wurde er am Rottweiler Lyzeum Professor für Naturgeschichte u. Musik. „Sein exzentrisches Ergreifen der Gegenstände hatte auch zur Folge, daß er vieles anfieng, aber wenig vollendete. Unter seinen zahlreichen Papieren finden sich treffliche Bruchstücke vor, aber mehr Skelette, als eigentliche Ausarbeitungen … nur seine Vorlesungen über Pädagogik machen eine rühmliche Ausnahme, die er seit 1810 jedes Jahr durch wichtige Zusätze, Abänderungen und d.g. zu einem hohen Grad der Vollendung brachte.” (Fridolin Huber: Biographie des seligen Franz Joseph Mayer. Rottweil, Herder 1822 S. 37f.).

Preis: 1500,- EUR

 

Collinot, E[ugène] et A[dalbert] de Beaumont. Ornements Vénitiens, Hindous, Russes, etc. Recueil de dessins pour l’art et l’industrie. Mit 40 meist farbig lithogr. Tafeln von Lemercier & Cie. Paris, Canson, 1883. Gr.-Folio (61,0 × 45,0 cm). 4 Bl. Halblederband d. Zt.
Nr. 430 von 500 nummerierten Exemplaren. – Encyclopédie des arts decoratifs de l’Orient, 6. – Der Band versammelt Darstellungen nach alten Vorlagen meist architektonischer Art von denen die große Mehrzahl aus Venedig stammt. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich vom späten Mittelalter bis zum Ausklang der Renaissance. – „The Lemercier establishment in Paris surpassed in quality all other printers of chromolithographed plates for folio publications on decoration and ornament” (Twyman: History of chromolithography S. 230). – Kat. Vorlagenwerke Berlin 132.

Preis: 1800,- EUR

 

Jachtmann, [Samuel] Heinrich. Anweisung zur Anlegung Holz- Steinkohlen- und Torf-ersparender Feuerungen. Theil 2 (von 2). Erstes, Zweytes u. Drittes Heft in 1 Band. Mit 15 kolor. gefalt. gest. Tafeln. Berlin, Im Verlage des Verfassers, 1794. 8vo. (19,7 × 10,7 cm). 1: XVI, 61 S., 1 l. Bl. 2: 113, (1) S. 3: 91, (1) S. Halblederband d. Zt.
Teil 1 war 1786 mit abweichendem Titel erschienen. – Der Kgl. Preuß. Feuer-Bau-Inspektor Jachtmann gilt als ausgewiesener Spezialist für den holzsparenden Ofenbau. Das aufwendig gestaltete Werk dürfte nur in kleiner Auflage erschienen sein. – Engelmann S. 165.

Preis: 2500,- EUR

 

Sammlung der wichtigeren Bauobjecte der Gr: bad: Odenwaldbahn zwischen Heidelberg und Mosbach enthaltend 64 Blätter Zeichnungen und 2 Blätter Text. Nach den Materialien Grosh. Oberdirection des Wasser- und Strassenbaues geordnet, zusammengestellt & gezeichnet im Studienjahr 1862/63 durch die Eleven des II.ten Curses der Ingenieur-Schule am Grosh. Polytechnicum zu Carlsruhe. Mit gefalt. lithogr. Titel u. 64 (3 farbigen, 1 getönten) doppelblattgr. lithogr. Tafeln. Karlsruhe, J. Veith, 1862–1863. Folio (43,5 × 30,3 cm). 2 gefalt. Bl. Text. Halblederband d. Zt.
Das bedeutendste Bauwerk dieser Bahnstrecke ist die Brücke bei Neckarelz. Diese sich in einem großen Bogen über den Neckar ziehende Gitternetzbrücke wurde von dem badischen Oberbaurat Franz Keller entworfen u. von der Maschinenfabrik Esslingen unter Leitung von Moritz Schröter vom Frühjahr 1860 bis in den Oktober 1862 gebaut. – Weech I, S. 453ff.

Preis: 2500,- EUR

 

Krämer, August. Carl Theodor Reichsfreyherr von Dalberg, vormaliger Großherzog von Frankfurt, Fürst-Primas und Erzbischof … Zweyte, um das Dreyfache vermehrte, und mit vier Kupfern verzierte Auflage. Mit gest. Portrait, 2 gest. Tafeln u. gest. Handschriftenfaksimile. Regensburg, gedruckt bey Johann Bapt. Rotermundt, 1817. Kl.-4to. (23,5 × 19,0 cm). XII, 96 S. Roter Chagrinlederband d. Zt. mit klassizistischer Rücken- u. Deckelvergoldung sowie vier goldgeprägten grünen Lederintarsien in den breiten Bordüren auf beiden Deckeln; dreiseitiger Goldschnitt; blaue Spiegel; grünes Lesebändchen.
Die erste, nur 32 S. umfassende Ausgabe war dem Fürsten „noch am Morgen seines 73sten Geburtstages” zu Händen gekommen, zwei Tage später am 10. Februar 1817 ist er dann gestorben. Sie enthält nur eine kurze Biographie u. eine Beschreibung seiner Regensburger Zeit. Die zweite Ausgabe wurde um Kapitel über seine Zeit in Frankfurt sowie spezielle Aspekte seines Lebens erweitert. – Mit eigenh. Widmungsblatt für Friderike Wilhelmine Caroline, Königin von Bayern, aus deren Besitz es an ihre Tochter Erherzogin Sophie von Österreich übergegangen ist (ligierter Stempel „S” auf der Rückseite des Titels). – Der zeittypische Einband wurde ausschließlich für wenige Widmungsexemplare geschaffen.

Preis: 2500,- EUR

 

Schickhart (Schickhardt), Heinrich. Beschreibung Einer Raiß / Welche … Herr Friderich Hertzog zu Württemberg … Im Jahr / 1599. selbs Neundt / auß dem Lande zu Württemberg in Italiam gethan … Nun aber … nachgetruckt / sampt beygefügter Geographischer LandTafeln … Mit gefalt. gest. Karte, ganzseit. Holzschnitt-Porträt u. ganzseit. Wappenholzschnitt. Tübingen, E. Cellius, 1603. Kl.-4to. (18,8 × 15,5 cm). 106 nummerierte Blatt. Flexibler Pergamentband d. Zt.
Eine von zwei Ausgaben aus dem Jahr 1603, hier mit der Karte zum Reiseverlauf. – Eine der frühesten deutschen Beschreibungen einer Reise nach Italien. – „Dieses wenig beachtete Buch verdient im Hinblick auf die Italien-Sicht eines deutschen Architekten um 1600 stärkere Beachtung.” (Kruft S. 192). – „Direkte Auswirkungen der Italieneindrücke zeigen sich in der Gestaltung des Neuen Baus in Stuttgart und an der Mömpelgarder Martinskriche. Letzte wurde zu einer ‚Inkunabel‘ des prot. Kirchenbaus und fand insbesondere … in Württemberg bis ins 19. Jh. hinein eine Vielzahl von Nachfolgebauten” (NDB 22, S. 726). – Exlibris u. Stempel der Freiherrn von Schrottenberg. – VD17 1:069019R. – Schudt: Italienreisen S. 52ff. u. S. 416. – Tresoldi I, Nr. 20. – Beiband entfernt, Karte lose. – Siehe Abbildung.

Preis: 3500,- EUR

 

Marperger, Paul Jacob. Nutz- und Lustreicher Plantagen-Tractat, Oder Gründlicher Beweiß, Was die Cultur fremder und auch einheimischer Plantagen an Bäumen, Kräutern und andern Gewächsen unsern Teutschland … vor Nutzen bringen könne … Mit gest. Frontispiz. Dresden, Selbstverlag u. J. Chr. Büttner, 1722. Kl.-4to. (20,6 × 16,4 cm). Titel, 6 Bl., 246 (recte 296) S., 4 Bl. Pergamentband d. Zt.
Marperger erläutert die Notwendigkeit fremde Pflanzen in Deutschland anzubauen, die Einrichtung von Commerzkollegien zur Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung, praktische Fragen des Ackerbaues, Bauernregeln u. Literatur der Landwirtschaft u. Ökonomie. – Er war „lange als bloßer ‚Vielschreiber‘ (Roscher) eingeschätzt, hat … aufgrund der Modernität vieler seiner Vorschläge zur Wirtschafts- und Gesellschaftsreform in neuerer Zeit wieder an Ansehen gewonnen.” (NDB 16, S. 234f.). – Vorgebunden: Der sorgfältige Hauß- Wirthschaffts-Verwalter … Nebst wohl approbirten Vieh- Roß-Artzeneyen und dienlichen Hauß-Mitteln versehen. Mit gest. Frontispiz. Leipzig, M. Rohrlach, 1725. Kl.-4to. 3 Bl., 666 S., 15 Bl. – Zweite (?) Ausgabe. – Mit Exlibris des Juristen Justus Henning Böhmer aus Halle. – Ad I: VD18 11552840. – Dünnhaupt S. 2660, 51. – Goldsmiths’-Kress 06099.3. – Ad 2: Weiss 3637.

Preis: 4000,- EUR

 

Bélidor, (Bernard Forest de). Architectura hydraulica. Oder: Die Kunst, Das Gewässer Zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten … Aus dem Frantzösischen ins Teutsche übersetzet. 2 Teile mit 24 Lieferungen in 4 Bänden. Mit 5 gest. Kopfvignetten u. 219 meist gefalt. gest. Tafeln. Augsburg, J. G. Mertz u. E. Klett, Witwe, 1740–1771. Folio (ca. 32,5 × 21,0 cm). Etwa 1400 S. Halbpergamentbände d. Zt. (2 Rücken neu).
Mischauflage des bedeutendsten Werkes zum Wasserbau in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. – Die Lieferungen 1 sowie 3 bis 5 liegen in späteren Ausgaben von 1764 u. 1767 vor, die anderen Teile in den ersten Ausgabe von 1740 bis 1771. – Der Wert des Werkes für die praktisch tätigen Ingenieure u. Architekten im 18. u. frühen 19. Jahrhundert kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, wurde es doch noch 1819 von Navier erneut herausgegeben. – DSB 1, S. 581f. – Roberts/Trent S. 29f. – Weinreb cat. 45, 403 u. cat. 50, 10.

Preis: 4800,- EUR

 

Quast, Alexander Ferdinand von. Das Erech­theion zu Athen nebst mehreren noch nicht bekannt gemachten Bruchstücken der Baukunst dieser Stadt und des übrigen Griechenlands. Nach dem Werke des H. W. Inwood mit Verbesserungen und vielen Zusätzen herausgegeben [und] … vermehrt. Text- und Tafelband. Mit 43 (1 farbig, 8 gefalt.) lithogr. Tafeln auf 42 Blatt u. 4 gefalt. lithogr. Buchstabentafeln im Textband. Berlin, F. Riegel, 1843 (Text) u. Berlin, G. Gropius, 1840 (Atlas). 8vo. (19,9 × 11,9 cm) u. Imperialfolio (57,5 × 38,0 cm). Titel, 1 Bl., 193 S., 1 Bl. Einfacher Leinwandband d. Zt. (Text) u. Orig.-Halbleinwandband (Atlas).
Deutsche Ausgabe von „The Erechtheion at Athens” (London 1827), der Textband in der Titelausgabe bei F. Riegel. – Zu den wesentlichen Erweiterungen im Vergleich zur Originalausgabe gehören die Tafeln VI, VII, VIIa u. XII in Teil 1, Tafel I, II, IV u. V in Teil 2 sowie die vier Tafeln des dritten Teils, die alle Details der Ausschmückung zeigen; außerdem die als Frontispiz eingesetzte Tafel VI „Farbenschmuck am Theseustempel” aus Teil 2. Sie gehört zu den frühen Veröffentlichungen im Zusammenhang der Diskussion über die Polychromie der Antike. – Das Werk besticht vor allem durch die detailgetreuen Darstellungen (teilw. in Naturgröße!) zahlreicher Baudetails. – Verlags-Verzeichnis Ernst & Sohn (1926) S. 55 (gibt an, dass es auch Atlanten ohne Farbtafel gab). – Vgl. Blackmer 856 (Blackmer sale 706).

Preis: 5000,- EUR

 

[Friedrich Georg August Prinz von Hessen]. Neueste Erfindung zur bequemen und zweckmäßigen Feldequipage für Officiere auch zum Theil für Reiseliebhaber eingerichtet. Mit 10 gefalt. gest. Tafeln nach Zeichnungen des Verfassers u. 2 gefalt. Tabellen. O. O. 1794. 8vo. (17,6 x 10,2 cm). XVI, 119 S., (1 S. Druckfehler). Neuer marmorierter Pappband im Stil d. Zt. mit Rückenschild.
Einzige Ausgabe. – In seiner Vorrede bezieht sich Prinz Friedrich auch auf die Schrift „Was ist jedem Officier während eines Feldzugs zu wissen nöthig?“ (verfaßt von Heinrich Medicus, Karlsruhe 1788; vgl. Holzm./Boh. IV, 11778). Im Übrigen beschreibt er die nötige Ausrüstung eines Offiziers, darunter Zelt, Klappbett, -tisch u. -stuhl, Feld-Nachtstuhl (ebenfalls klappbar), Zeltofen, Kaffee- u. „Bouteillen-Kasten“, Feldküchenkasten, transportables Schreibkabinett, Packkarren sowie zahlreiche weitere kleinere u. auf Reisen sowie im Feldzug nützliche Gegenstände des täglichen Bedarfs. – Die Kupfer mit detailgetreuen Darstellungen dieser Dinge. – Friedrich Prinz von Hessen (1759-1808) war Sohn des Landgrafen Georg Wilhelm u. Schwager des Landgrafen Ludwig X., seit 1806 Großherzog Ludwig I. Seit 1767 war Prinz Friedrich in Hessen, Hannover u. Frankreich als Offizier tätig, versuchte sich aber auch als Schriftsteller von Theaterstücken. Er verfasste auch weitere technische und militärische Schriften (vgl. Hess. Biographien, Bd. I, S. 493). Holzmann/Boh. VII, 3247 (dat. falsch 1792; hiernach wohl der Eintrag im KVK, der jedoch ohne Standortnachweis bleibt; sehr wahrscheinlich nicht erschienen). – Tafeln in den Gelenken teilweise etwas eingerissen, Tafel 1 etwas knittrig u. angeschmutzt.

Preis: 900,- EUR

 

Kutscheit, J[ohann] V[alerius] u. Gustav Hempel (Hrsg.). Reise- und Eisenbahn-Buch. Enthaltend die Eisenbahn-, Post- und Dampfschifffahrtsverbindungen in Deutschland, sowie von da nach dem Auslande. Abgangszeiten. – Fahrtdauer. – Entfernungen. – Fahrpreise. Mit 21 (4 doppelblattgr., 1 gefalt.) lithogr. Karten. Berlin, G. Hempel, Juli 1847. Kl.-8vo. (13,0 x 9,0 cm). 1 Bl. Anzeige, VIII, 80 S., 16 Bll. Anzeigen. Roter Orig.-Leinwandband mit goldgepr. Titel auf dem Vorderdeckel.
Erste Ausgabe dieses seltenen frühen Kursbuches, von dem ich Ausgaben bis August 1850 (9. Auflage) nachweisen kann. – Neben U. Hendschels „Neuestes Post- & Eisenbahn Handbuch“ (1845) u. dessen Nachfolger „Hendschel's Telegraph“ (ab 1846) dürfte das „Reise- und Eisenbahn-Buch“ von Kutscheit (später nur noch von Hempel hrsg.) das früheste u. zugleich auch seltenste deutsche Kursbuch sein. Weder Röll (2. Aufl., Bd. 7, S. 42ff.), noch Haskell, Hoeltzel, Metzeltin, Ritzau/Mertl (Das Kursbuch- u. Fahrplanwesen) oder Engelmann (Bibl. mech.-techn.) erwähnen es. Engelmann (Bibl. geogr.) kennt die 4. Ausgabe vom August 1848. – Den eigentlichen Fahrplänen geht ein Ortsverzeichnis sowie der Kartenteil (gefalt. Übersichtskarte Europas sowie Detailkarten der einzelnen Strecken) voraus. Die erste Abteilung verzeichnet zuerst die Streckenfahrpläne von 20 Eisenbahngesellschaften, anschließend die Fahrpreise sowie die Postverbindungen. Die 2. Abt. (ab S. 70) mit den Schiffsverbindungen. – Zu dem bekannten Verleger populärwissenschaftlicher Werke Gustav Hempel (1819-1877), der seinen Verlag 1846 gegründet hat, vgl. NDB VIII, S. 512. Neuner S. 1243 (nur 1 Standortnachweis). – Minimal stockfleckig. Der interessante, mit Abbildungen versehene Anzeigenteil gebräunt. Sonst tadellos.

Preis: 1200,- EUR

 

Sturm, A[nton]. Erste Reise in das Gebieth der Geographie. Ein erheiterndes und lehrreiches Spiel für die Jugend, wodurch ein dauerhafter Grund in der Erdkunde gelegt wird. Mit 16 Landkarten und 36 illuminirten Kupfertafeln. Zweyte, durchaus verbesserte Auflage. Wien, H. F. Müller, [1829]. Kl.-8vo. (11,0 x 9,5 cm). 107, (1) S., 2 Bl. Anzeigen. Textheft u. Tafeln lose in grünem Orig.-Schuber mit mont. gest. Titelschild u. Ausziehband.
Biedermeierliches Geographie-Lehrspiel (EA 1818), das Anton Sturm (1788-1827) während seiner Tätigkeit als Professor an der Wiener Ingenieurs-Akademie erfunden u. mit „segensreichem Erfolg“ eingesetzt hat. – Die Karten tragen auf der einen Seite sechs Fragen, auf der anderen die kleinen Landkarten u. Bilder. Sie wurden an die Schüler verteilt, damit sie sich Antworten überlegen konnten, anschließend einzeln eingesammelt u. abgefragt. Das Spiel besticht vor allem durch die äußerst fein kolorierten, mit Darstellungen aus aller Welt versehenen Kupferstiche. Diese werden im Text erläutert, der teils sehr ausführliche Antworten auf die Fragen enthält. – Bemerkenswert auch die beiden Blatt Anzeigen am Schluss die Spiele Müllers mit den Anfangsbuchstaben A bis G verzeichnen. – Von dem Verleger Müller (1779-1848) „gingen die lebendigsten Anregungen aus, die die Weiterentwicklung des Jugendbuches von der Tugendschule zum unterhaltsamen Wegbegleiter in Schwung gebracht haben“ (Laub/Krahé S. 14). „Der bedeutendste Kunsthändler auf diesem Gebiet [dem der Kinderbücher und -spiele] war Heinrich Friedrich Müller ... Seine Bilder- und Kinderbücher gehören zu den schönsten und vorbildlichsten der Zeit ... Der wichtigste Illustrator und Zeichner dieser bei Müller erschienenen Jugendbücher war ... der Kammermaler des Erzherzogs Johann, Matthias Loder gewesen, der auch als Zeichner von Gesellschafts- und Verwandlungsspielen bekannt ist.“ (Ausst.Kat. Das Kind und seine Welt, Wien 1959-1960, S. 15). – Anton Sturm hat mehrere Bücher u. Spiele bei Müller herausgebracht. Wurzbach 40, S. 229 („gab folgende seinerzeit sehr beliebte Schriften heraus“). – Schuber beschabt. Textheft angestaubt, zu Beginn gelockert. Spielkarten ebenfalls etwas angestaubt, einige etwas fleckig. Insgesamt gut erhaltenes seltenes Biedermeier-Spiel.

Preis: 3000,- EUR

 

 

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