Messekatalog

Antiquariat Knöll (Stand 15 )
Herderstraße 2 · 21335 Lüneburg
Telefon +49 (0)4131 323 90 · Mobil +49 (0)160 486 18 00
E-Mail: norbert.knoell@gmx.de · Internet: www.antiquariat-knoell.de

Literatur in seltenen Ausgaben · Widmungsexemplare, signierte Bücher und Autographen

 


Trier, Walter, (Illustrator, 1890–1951). Eigenhändiges Albumblatt (10 x 13 cm) mit Farbzeichnung und Neujahrsgruß von „Walter and Helen Trier“. Um 1950.
Siehe Abbildung.

Preis: 380,- EUR

 

Fischer, Samuel, Verleger (1859–1934). Eigenhändiger Brief mit U. Berlin, 3. Okt. 1901. Quer-Gr.-8°. 1 S.
An einen Herrn, der wg. des bei Fischer verlegten Autors Herman Bang angefragt hatte. Dieser befände „sich in Aalborg (Dänemark) um sich von den Folgen seiner letzten Krankheit zu erholen. Vielleicht darf ich ermutigt durch Ihr Interesse für den Dichter hinzufügen, dass auch die ökonomischen Verhältnisse Herman Bangs alles zu wünschen übrig lassen und dass eine moralische und materielle Sympathie-Bezeugung seiner deutschen Verehrer von ungeahntem Wert für die Wiederherstellung der körperlichen und geistigen Kräfte des Dichters werden könnte …“. Mit gedrucktem Briefkopf des Verlages. Gelocht (ein Ausriss) und Faltspuren. Empfängername „Boesking“ von anderer Hand in Bleistift hinzugefügt.

Preis: 380,- EUR

 

Brief an den Sohn – Storm, Theodor (1817–1888). Eigenhändiger Brief mit U. Husum, 2.–4. Sept. 1873. 3 S.
Ausführlicher und väterlich ermahnender Brief an seinen dritten Sohn Karl (1853–1899), der damals auf dem Leipziger Konservatorium Musik studierte: „Mein lieber Junge! Eben mit dem Abendzuge sind wir wieder heimgekommen. In Rendsburg guckten Ebbe u. Dette [Storms Töchter Elsabe, geb. 1863, und Gertrud, geb. 1865] höchst fidel aus dem Coupée, und wir stiegen zu ihnen ein; das Wiedersehen mit Dodo [seine jüngste Tochter Friederike, geb. 1868] war von beiden Seiten reizend anzusehen … Auf dem Tisch hier fand ich auch deinen Brief. Natürlich war bei Lite’s Besuch keine Zeit zum Schreiben; nächstens aber beantworte mir genau meinen letzten Brief. Ich müßte wissen: 1, wie es mit deinem Husten geht, 2 wann Scherer zurück kommt, 3, genau wie die Einrichtung deiner Clavierstunden ist, und was du alles spielst. Du schreibst: Tonleiter. Wenn aber gar noch nichts weiter, so sieht es ja aus, als wenn du die ganzen 2 Jahre in Leipzig verloren hättest. Das wäre hart für mich; und wenn auch wohlverdient, so doch traurig für dich. Laß mich denn wenigstens jetzt die Beruhigung haben, daß du so fleißig, wie nur irgend möglich bist; daß du nur Zweierlei pflegst, deine Studien u. deine Gesundheit. Vergessen darfst du nie, daß letztere die Vorbedingung zu allem Anderen ist … – 4. Septbr. Mein lieber Junge, bei meiner Ankunft hier fielen mir meine Geldsorgen so schwer aufs Herz und die von Jedem von Euch verbummelten Jahre, für welche das mit Noth u. Sorge herbeigeschaffte Geld völlig nutzlos verschwendet ist. Wäret Ihr fleißig gewesen, so wäre mir jetzt große Noth erspart. – Seid es denn jetzt; denn meine Erwerbsfähigkeit schwindet täglich … Mama u. die Kinder grüßen dich. Schinken soll schon wieder einmal kommen. – Dein Vater.“ Karl, der später Musiklehrer im Oldenburgischen Varel wurde und von seinem Vater die poetische Gabe geerbt hatte, ist in Storms Novelle „Ein stiller Musikant“ verewigt worden. – Mit Nummerierung und wenigen Randmarkierungen von anderer Hand.

Preis: 3800,- EUR

 

Hesse, Hermann (1877–1962). Original-Photographie (ca. 12 x 8 cm) mit rückseitig eigenhändiger Mitteilung mit U. sowie mit maschinenschr. Adressierung. (1954).
An seine Nichte Lene Gundert in Zuffenhausen: „Liebe Lene / Danke für das liebe Bildchen! / Dies hier hat Martin im April in einem Tessiner Dorf aufgenommen. Ich lege noch einen Spass bei, u. herzliche Grüsse. Onkel H.“ – Hesses Sohn Martin (1911–1968) war von Beruf Photograph. Die maschinenschr. Adressierung leicht durchdrückend. Kleine Eckknickspur. Der Spass leider nicht beiliegend.

Preis: 400,- EUR

 

Kempowski, Walter (1929–2007). Schreibmaschinen-Typoskript mit eigenhändiger Überschrift „Krieg und Frieden von Tolstoi“, Unterschrift und zahlreichen eigenhändigen Korrekturen und Ergänzungen. 4°. 5 S.
Der Aufsatz beginnend mit: „Tolstois Roman … habe ich zum ersten und einzigen Mal unter etwas ungewöhnlichen Umständen gelesen. Während meiner Zuchthauszeit, 1951, in Bautzen steckte mir jemand die zwei Bände für eine Woche zu. Es war der erste Roman, den ich damals seit drei Jahren wieder in die Finger kriegte, und ich muß sagen, der Eindruck war überwältigend …“ Und endend: „Schade, daß man ‚Krieg und Frieden‘ nicht im Original lesen kann. Dieses eine Buch allein könnte mich dazu bewegen, das Russische, diese mir im Grund verhaßte Sprache zu lernen. Übrigens: das beste, was über Tolstoi gesagt wurde, hat meines Wissens Thomas Mann gesagt (‚Goethe und Tolstoi‘, 1922). Man kann sich eigentlich danach nicht noch einmal zu Wort melden.“ – Beiliegend eine eigenhändige Karte mit Grußzeile, Monogramm und Dat. „11. 9. 79“ sowie Adresskopf „Walter Kempowski Landlehrer 2131 Nartum“. – Aus dem Nachlass von Rolf Michaelis (1933–2013, u. a. Leiter des Literaturteils der ZEIT). Kempowskis Aufsatz erschien am 28. 9. 1979 in der ZEIT.

Preis: 480,- EUR

 

Storm, Theodor. Der Schimmelreiter. Berlin, Paetel 1888. Erste Ausgabe. 8°. VIII, 222 S., 1 Bl. Illustr. OLn.
Teitge 1017. – Einband stellenweise gering berieben. Innendeckel mit 2 mont. Zahlen. Vorsatz mit zeitgenöss. Geschenkvermerk. Erste und letzte Blätter etwas stockfl. Einige wenige Blätter mit kleinen Knickspuren. Insgesamt schönes Exemplar.

Preis: 1200,- EUR

 

Dostojewski, Fjodor. Die Brüder Karamasow. Roman. 4 Bde. in 2. Leipzig, Grunow 1884. 8°. VIII S., 1 Bl., 271 S.; 2 Bl., 272 S.; 2 Bl., 298 S.; 2 Bl., 336 S. Etwas spät. HLdr. mit goldgepr. RTitel.
Grenzboten-Sammlung, Erste Reihe, Band 13–16. – Erste deutsche Ausgabe von Dostojewskis letztem und wohl bedeutendstem Roman und erste Übersetzung des Werkes überhaupt; eine Übersetzung ins Französische folgte 1888, eine englischsprachige erst 1912. – Die Einbände stellenweise gering berieben und beschabt sowie an den Rücken etwas aufgehellt. Exlibris auf den Innendeckeln. Stellenweise etwas stockfleckig. – In nur wenigen deutschen Bibliotheken zu finden und nur 2 x auf deutschen Nachkriegsauktionen nachweisbar.

Preis: 1200,- EUR

 

Widmungsexemplar – Kraus, Karl. Sprüche und Widersprüche. München, Langen 1914. Dritte, veränderte Auflage. 8°. 4 Bl., 260 S., 2 Bl. (seitlich und am Fuß unbeschnitten). Späterer, dekorativer, handgebundener Halbmaroquinband (Vorderdeckel der OBrosch mit eingebunden).
Vortitel mit eigenhändiger Widmung des Verfassers „für Mary Dobrzensky / Pottenstein, im Juli 18 / Karl Kraus“. – Karl Kraus war vom 9. Juli bis 10. August 1918 Gast bei der mit ihm befreundeten Mary Gräfin Dobrzensky (1888–1970) auf Schloß Pottenstein in Böhmen (vgl. Friedrich Pfäfflin (Hg.), Zwischen jüngstem Tag und Weltgericht (Göttingen 2007), S. 293). – Deckel stellenweise schwach lichtrandig. Kleiner Zensurstempel auf Vortitel. Gut erhaltenes, sauberes Exemplar.

Preis: 1400,- EUR

 

Widmungsexemplar an S. Fischer – Loerke, Oskar. Der längste Tag. Berlin, S. Fischer 1926. Erste Ausgabe. 8°. 140 S., 3 Bl. (Druck auf Bütten in der Weiss-Antiqua bei Otto von Holten, seitlich und am Fuß unbeschnitten). Ganzpergamentbd. mit 6 durchgezogenen Bünden, goldgeprägtem RTitel u. KGoldschnitt in OPp.-Schuber mit Japanpapierbezug (E.R. Weiss).
Vorzugsausgabe außerhalb des Handels. Nr. 2 von 10 nummerierten und vom Verfasser im Druckvermerk signierten Exemplaren, hier zusätzlich mit eigenhändiger Widmung Loerkes für seinen Verleger und Arbeitgeber Samuel Fischer und dessen Frau auf einem der Vorblätter: „Frau und Herrn S. Fischer / den lieben Verehrten / in Herzlichkeit / Oskar Loerke / Berlin Weihnachten 1926“. Innendeckel mit Exlibris von Samuel Fischer (gestochen von Hans Meid). – Tadelloses Exemplar. – Siehe Abbildung.

Preis: 2400,- EUR

 

Widmungsexemplar – Canetti, Elias. Canetti lesen. Erfahrungen mit seinen Büchern. Hg. von Herbert G. Göpfert. München u. Wien, Hanser 1975. Erste Ausgabe. 8°. 167 S. Illustr. OBroschur (Heinz Edelmann).
Reihe Hanser 188. Die mehrzeilige, eigenhändige Widmung für seinen Bruder „Jacques das erste Buch, das zu meinem 70. Geburtstag erscheint, wenn auch um einen Monat zu früh, in Liebe und großer Anhänglichkeit von Elias Canetti. Zürich, den 25. Juni 1975“. Gut erhaltenes, sauberes Exemplar.

Preis: 480,- EUR

 

Eigenhändiger Namenszug – Pessoa, Fernando. In: Mesquita, R. de. Nuevo Vocabulario Español-Portugués. Paris u. Rio de Janeiro, Garnier 1904. Gr.-16°. 2 Bl., 257 S., 3 (1 w.) Bl. Roter, flexibler OLn.
Mit eigenhändigem Besitzeintrag (voller Namenszug) Fernando Pessoas (1888–1935) auf dem vorderen freien Vorsatzblatt. – Der Einband stellenweise etwas berieben, beschabt und bestoßen. Stellenweise vereinzelt Bleistiftanstreichungen bzw. -anmerkungen.

Preis: 900,- EUR

 

 

  Galerie Valentien Kunsthandlung Goyert Antiquariat Reinhold Berg e.?K. Antiquariat Nikolaus Struck Antiquariat Aix-la-Chapelle H. W. Fichter Kunsthandel Hans-Martin Schmitz Hans Lindner Antiquariat Seidel & Richter Antiquariat J.?J. Heckenhauer e.?K. Antiquariat Löcker Antiquariat Burgverlag Antiquariat Winfried Geisenheyner Antiquariat Franz Siegle GmbH Bibermühle – Heribert Tenschert Antiquariat Schmidt & Günther Musikantiquariat Dr. Michael Raab Antiquariat Turszynski Antiquariat Knöll Antiquariat Günter Linke C.G. Boerner GmbH Antiquariat Hanno Schreyer Antiquariat Büchel-Baur Antiquariat Klittich-Pfankuch GmbH & Co. Reiss & Sohn Antiquariat Norbert Haas Antiquariat H. Carlsen Matthäus Truppe Antiquariat am Moritzberg Emanuel von Baeyer Ltd. Tusculum Rare Books Ltd. Giuseppe Solmi Studio Bibliografico L’Arengario Studio Bibliografico Mayfair Rare Books & Manuscripts Ltd Eberhard Köstler Autographen & Bücher oHG Antiquariat Meinhard Knigge Fons Blavus Antiquariat Antiquariat Dieter Zipprich Müller & Gräff Antiquariat Sabine Keune Antiquariat Thomas Hatry Antiquariat Peter Fritzen Antiquariat Banzhaf Antiquariat Eckert & Kaun Antiquariat Haufe & Lutz Antiquariat Peter Kiefer Engel & Co. GmbH Antiquariat Galerie Joy Antiquariaat Die Schmiede Tresor am Römer Daniela Kromp Herbert Blank Johannes Müller Robert Frew Ltd. Antiquariat F. Neidhardt Antiquariat Inge Utzt Antiquariat Dr. Paul Kainbacher Antiquariat Rainer Schlicht Günther Trauzettel Hannspeter Kunz Antiquariat Manfred Nosbüsch Kunstkabinett Strehler 45A J.A. Stargardt Kunkel Fine Art Antiquariaat Forum BV August Laube Stuttgarter Antiquariat Antiquariat Christian Strobel Antiquariat Hohmann Antiquariat J. Voerster Galerie Vömel GmbH

Erneut suchen

Bitte beachten Sie die Verkaufsbedingungen.




 

Verband Deutscher Antiquare e. V.

Verband Deutscher Antiquare e.V.

Geschäftsstelle: Norbert Munsch
Seeblick 1, 56459 Elbingen
Fon +49 (0)6435 909147
Fax +49 (0)6435 909148
E-Mail buch[at]antiquare[dot]de