AUSSTELLUNG 2016 – Der Antiquar lässt sich fotografieren

 

Porträtfotografien von Joachim Siener

1985 fand auf der Stuttgarter Antiquariatsmesse etwas bis dahin Unerhörtes statt: Ein professionelles Fotostudio wurde aufgebaut. Dort machte der Fotograf Joachim Siener in Langzeit-Belichtungstechnik großformatige künstlerische Porträtaufnahmen von den Ausstellern auf der Messe. Dreißig Jahre lang lag dieser Schatz im Archiv, nun wurde er erstmals wieder gehoben und kann im Rahmen einer Ausstellung der Originale während der Messe gezeigt werden. Eine Momentaufnahme aus 55 Jahren Messegeschichte. Ein Blick zurück in die Geschichte des Antiquariatsbuchhandels und zugleich eine fotografische Begegnung mit früheren Antiquaren und heutigen Ausstellern in Stuttgart, die damals noch am Beginn ihrer Karriere standen.

→ Freitag bis Sonntag, 29. bis 31. Januar 2016, in den Räumen der Messe

Zur Ausstellung erscheint ein bibliophil gestalteter Katalog mit ca. 60 großformatigen Abbildungen und interessanten Beiträgen in einer Auflage von 500 Exemplaren:
Der Antiquar lässt sich fotografieren. Porträts von Joachim Siener. Herausgegeben von Eberhard Köstler und Frieder Weitbrecht. Mit Beiträgen von Björn Biester, Wulf D. von Lucius u. a. Verband Deutscher Antiquare e. V., Stuttgart 2016. 148 Seiten. Englische Broschur. (20 €; während der Messe 10 €).

 

Vernissage und Benefiz-Auktion – Der Antiquar lässt sich fotografieren

Porträtfotografien von Joachim Siener

Im Anschluss an die Messe lädt der Verband Deutscher Antiquare am Samstag zur Vernissage in den Württembergischen Kunstverein. Mit großer Benefiz-Auktion geleitet von Godebert M. Reiss, musikalischer Umrahmung und Buffet. Eintritt frei.

→ Samstag, 30. Januar 2016, 18.30 Uhr, Württembergischer Kunstverein

Rückblick 2014 - "Dem heitern Himmel ew'ger Kunst entstiegen ..."

Die Mörike-Sammlung Klaus Berge

Der Sammler Klaus Berge ist der Stuttgarter Antiquariatsmesse in ganz besonderer Weise verbunden. Er hat in den letzten Jahrzehnten keine Messe versäumt, um mit sicherem Blick und kundiger Hand seine lebenslang mit Leidenschaft aufgebaute Mörike-Sammlung zu bereichern – und immer war dieser Blick auch auf Stücke gerichtet, die Eduard Mörikes Freundeskreis und seine Geistesverwandten betrafen.

Zur 53. Stuttgarter Antiquariatsmesse 2014 wird nun der  Katalog der Mörike-Sammlung Klaus Berge vorgelegt, zentrale Stücke der Sammlung sind erstmals in einer Kabinett-Ausstellung im Rahmen der Messe zu sehen.

Das Katalogbuch, verfasst von Edgar Harwardt und eingerichtet von Friedrich Pfäfflin, bietet nicht bloß dürre bibliographische Angaben. Es öffnet den nicht zu erwartenden Blick auf Mörikes Welt und seine Bezüge, seine Zeitgenossen, die Verleger, Buchgestalter, Illustratoren im 19. und 20. Jahrhundert. Das Vorwort von Hans-Ulrich Simon geht der Geschichte der Mörike-Sammler und Mörike-Sammlungen nach und schlägt den Bogen bis zum Abschluss der historisch-kritischen Ausgabe der Werke und Briefe, die mit einem Dichter bekannt macht, dessen Bild in der Geschichte sich vollkommen verwandelt hat.

Ausstellung

24. - 26. Januar 2014

In den Räumen der 53. Stuttgarter Antiquariatsmesse

Freitag 11 - 19.30 h, Samstag und Sonntag 11 - 18 h

Vernissage

25. Januar 2013 um 18.30 Uhr im Württembergischen Kunstverein

Mit einem Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Ott. Musik: Lorenzo Petrocca (Gitarre), Jens Loh (Bass), Eberhard Köstler (Saxophon)

Katalog

"Dem heitern Himmel ew'ger Kunst entstiegen …“ Die Mörike-Sammlung Klaus Berge. Beschrieben von Edgar Harwardt. Mit einem Vorwort von Hans-Ulrich Simon. Stuttgart, Verband Deutscher Antiquare e.V., 2014. 238 Seiten. Mit zahlreichen Illustrationen. Broschur. ISBN 978-3-9815734-0-4

•  Vormerken


Rückblick 2013 - COTTA, der Verleger der Horen. Cottas Archiv, vorgestellt von Helmuth Mojem

»Der Verleger der Horen bedingt sich bey allen beständigen Mitarbeitern das Vorkaufsrecht ihrer übrigen Schriften aus, wo sie sich nicht schon vor Erscheinung der Horen durch anderweitige Verträge gebunden haben.«

Am Anfang der J.G. Cotta’schen Buchhandlung und des späteren Archivs liegt die Herausgabe von Friedrich Schillers ästhetisch-philosophischer Monatsschrift »Die Horen«. Diese wurde während einer Spazierfahrt des Verlegers Johann Friederich Cotta mit dem Dichter durch Stuttgart im Jahr 1794 beschlossen. Das Cotta-Archiv Marbach ist heute eine der großen Fundgruben zur Geschichte der klassischen deutschen Literatur. Es dokumentiert die Beziehungen eines Verlegers zu seinen berühmten Autoren, zu Goethe, Schiller, zu Alexander von Humboldt, und spiegelt die Entwicklung von literarischen Werken, Almanachen, Zeitschriften und Zeitungen, die das Jahrhundert geprägt haben.

Ausstellung

25. - 27. Januar 2013

In den Räumen der 52. Stuttgarter Antiquariatsmesse

Freitag 11 - 19.30 h, Samstag und Sonntag 11 - 18 h

Katalog

C O T T A  - Der Verleger der Horen. Cottas Archiv, vorgestellt von Helmuth Mojem. Ausstellung und Katalog: Friedrich Pfäfflin. Verband Deutscher Antiquare 2013. Ca. 80 Seiten. Mit Illustrationen. Broschur.


Rückblick 2013 - SCHWARZ AUF WEISS. Büchermenschen aus Baden und Württemberg, fotografiert von Burkhard Riegels

Wer sind die Menschen hinter den Büchern? Der Buchhändler, der sich vor seinem Laden sonnt? Oder der Antiquar, der Folianten auf die Waage legt?

Der Tübinger Fotograf Burkhard Riegels porträtiert Büchermenschen in ungewöhnlichen Situationen, aus einer überraschenden Perspektive, voller Sympathie und mit ironischem Augenzwinkern. Daraus entstand der bei Klöpfer & Meyer erschienene Kalender „Schwarz auf Weiß. Büchermenschen in Baden und Württemberg 2013“, mit Feuilletons von Irene Ferchl.

Ausstellung

25. - 27. Januar 2013

In den Räumen der 52. Stuttgarter Antiquariatsmesse

Freitag 11 - 19.30 h, Samstag und Sonntag 11 - 18 h


Rückblick 2012 - Ein Privatsammler stellt seine Bibliothek vor

Achim Hall - Auf fliegendem Vorsatz - Widmungen von Thomas Mann

Bücher können bilden, verbilden - einem den Kopf verdrehen. Gerade der Bibliophile ist dafür ein Beleg, wenn er Bücher nicht zur Unterhaltung, zum Lesen, zur Arbeit erwirbt, sondern sie aus schwer verstehbaren Gründen an sich bringt und sammelt. Die Verletzlichkeit und Vergänglichkeit, die Aura des Einmaligen, des Zeitgebundenen in Papier, Typographie und Einband, oft auch die schiere Schönheit der äußeren Gestalt eines Druckes, die Wahrhaftigkeit des Textes in seiner Zeit üben eine unvergleichliche Faszination aus.

Kabinettausstellung

27. bis 29. Januar 2012, in den Räumen der 51. Stuttgarter Antiquariatsmesse

Freitag 11 bis 19.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr

Katalog

Ein Privatsammler stellt seine Bibliothek vor. Achim Hall. Auf fliegendem Vorsatz. Widmungen von Thomas Mann. Hrsg. vom Verband Deutscher Antiquare e.V. 2012. Ca. 112 Seiten. Mit ca. 40 Abbildungen. Broschur. ISBN 978-9812223-7-1 (20 €)

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Rückblick 2011 - Ernst Fischer: Verleger, Buchhändler und Antiquare aus Deutschland und Österreich in der Emigration nach 1933

Was wäre »die Literatur« ohne die findigen Verleger, die bewanderten, zur Unterscheidung befähigten Buchhändler und die kenntnisreichen, über den Tag hinausdenkenden Antiquare?

... Erich Aber – Arthur M. Adler – Bernard Amtmann – Herbert Ashbrook  – Susanne Bach  – Franz Bader – Edwin Markus Baer – Leopold Alfred Baer – Rudolf Baer – Nathan Bamberger – Hermann Baron – Morton H. Bernath – Frederick A. Bernett (Bernstein) – Ilse Bernett (geb. Blum) – Julius Berstl – Otto Bielitz – Luise Therese Bing (geb. Dormitzer) – Herbert Bittner – Ilse Blumenfeld – Walter Blumenfeld – Alfred Bodenheimer – Eric H. Boehm – Louis Bondy – Friedrich Brabec – Samuel Braner – Bernd H. Breslauer – Martin Breslauer – Alfred Buschke – Albert Cohn – George Efron – Heinrich Eisemann – H. A. Feisenberger – Hans Fellner – Martin Flinker – Theodore Front – Lucien Goldschmidt – Ludwig Gottschalk – Paul Gottschalk – Paul Graupe – Emil Hirsch – Abraham Horodisch – Hans Peter Kraus – Louis Lamm – Emil Offenbacher – Otto Ranschburg – Herbert Reichner – Mary S. Rosenberg – Erwin Rosenthal – Albi Rosenthal – Bernard M. Rosenthal – Marianne Salloch – William Salloch – Walter Schatzki – Walter Zadek

Mehrere hundert Antiquare, Buchhändler und Verleger – darunter die bedeutendsten Vertreter ihrer Branche – wurden nach 1933 Opfer politischer und rassistischer Verfolgung; sie mussten ihre Firmen schließen oder zur »Arisierung« freigeben, bevor sie in verschiedenste Erdteile flüchteten. Vielen von ihnen gelang es, in ihrem Gastland eine neue Existenz aufzubauen, manche waren sogar außerordentlich erfolgreich, wieder andere verloren jeden Grund unter den Füßen. Ernst Fischer geht den Lebensspuren dieser Menschen nach und eröffnet den Blick auf einen Bereich der Hitleremigration, der bislang nur bruchstückhaft wahrgenommen wurde. Ausgrenzung und Verfolgung, Flucht und Asyl, Erfolg und Scheitern beim Versuch der Neuetablierung, nicht zuletzt auch die bemerkenswerte internationale Wirkungsgeschichte dieser Emigration nach 1945 werden in Ernst Fischers biographischem Handbuch erstmals geschlossen greifbar. Zur Buchpremiere mit von Prof. Dr. Ernst Fischer, Eberhard Köstler und Prof. Dr. h.c. mult. Klaus G. Saur waren über 100 Interessenten erschienen. Die Kabinettausstellung "Zeugnisse der Emigration" vom 28. bis 30. Januar 2011 zeigte Exponate aus dem Nachlass Breslauer. 

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Zitate der Woche

„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.“

Heinrich Heine

„Lieber barfuß als ohne Buch.“

Isländisches Sprichwort

 

56. Stuttgarter Antiquariatsmesse

27. bis 29. Januar 2017

Württembergischer Kunstverein 

(Schlossplatz 2)

Freitag: 11 – 19.30 Uhr

Samstag und Sonntag: 11 – 18 Uhr