51. Stuttgarter Antiquariatsmesse

Ein anspruchsvolles, fantastisches Publikum

In Stuttgart gebe es, so Günter Linke, ein anspruchsvolles Stammpublikum von Buch- und Kunstinteressierten, weshalb sich Avantgarde, Surrealismus und Moderne, ergänzt Christof Groessl, hier „sehr gut verkaufen“ lasse. Linke konnte schon in den ersten Verkaufsstunden das Kunstmagazin RAY (9.800 €) an einen Privatkunden abgeben, beim Roten Antiquariat zählten Beckmanns und Pechsteins Werke (12.500 €) zu den Bestsellern, während Groessl mit Kazanskys UFA-Collage glänzte (16.000 €). Für das Antiquariat Schmidt & Günther war die Messe „fantastisch“, da man mehr als die Hälfte der im Messekatalog angekündigten buchkünstlerischen Meisterwerke gleich zu Beginn weitergeben konnte.

Das Brockhaus-Messemotto „Eiskalt erwischt“ sorgte für einen Ausverkauf des Angebotes aus dem Messekatalog, während Ralf Eigl Cresswells Berichte über die Durchquerung der Nordwestpassage mit spektakulären lithographischen Darstellungen (39.000 €) und Langsdorffs Weltreisen (11.800 €) an den internationalen Handel abgab. Reiss & Sohn verkaufte Amatis äußerst rare Japan-Reise aus dem Jahr 1615 (12.000 €). Für Fabrizio Govi, erstmals aus Modena in Stuttgart angereist, war es eine erfolgreiche Messepremiere, nicht nur weil er mehrerer wertvolle Atlanten an Händler und Institutionen verkaufte. Und beim niederländischen Antiquariaat Forum faszinierten Smeeks utopischer Reiseroman (6.500 €) und Van de Veldes Kupferstichbuch aus dem Jahr 1620 (4250 €) die Käufer.

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Zitat der Woche

"I find television very educating. Every time somebody turns on the set, I go into the other room and read a book."

"Die Bildung, die das Fernsehen vermittelt, finde ich immens. Jedes Mal, wenn jemand den Fernseher einschaltet, verlasse ich den Raum und lese ein Buch."

Groucho Marx (1890 - 1977)

52. Stuttgarter Antiquariatsmesse

25. bis 27. Januar 2013

Württembergischer Kunstverein 

(Schlossplatz 2)

Freitag: 11 - 19.30 Uhr

Samstag und Sonntag: 11 - 18 Uhr